Mehr als zwei Jahre nach dem dramatischen Untergang der Kryptobörse FTX kommt eine der Hauptfiguren frei. Caroline Ellison, ehemalige CEO von Alameda Research, spielte eine zentrale Rolle in dem Drama um den Milliardenverlust. Was ist aus den anderen Beteiligten geworden?
Caroline Ellison verlässt nach 440 Tagen die Haft
Caroline Ellison wird heute aus der Bundeshaft in den Vereinigten Staaten entlassen, wie aus der Inhaftiertendatenbank des Federal Bureau of Prisons hervorgeht. Insgesamt verbrachte sie 440 Tage in Haft, deutlich weniger als ihre ursprüngliche zweijährige Strafe.
Den letzten Teil ihrer Haft verbrachte sie in einer sogenannten Re-Entry-Einrichtung in New York, einer Übergangseinrichtung für Gefangene in der Endphase ihrer Strafe.
Ellison wurde 2022 wegen ihrer Beteiligung am FTX-Skandal angeklagt, bei dem schätzungsweise über 8 Milliarden Dollar an Kundengeldern verschwanden. Als CEO von Alameda Research nutzte sie diese Mittel, um Verluste zu decken und geheime Kredite zu gewähren. Die Buchhaltung war bewusst irreführend gestaltet.
Dank ihrer umfangreichen Zusammenarbeit bei den Ermittlungen und ihrer Aussage gegen FTX-Gründer Sam Bankman-Fried erhielt Ellison eine Strafminderung. Bankman-Fried war der Drahtzieher des Betrugs und wies Ellison an, seine Pläne umzusetzen.
Eine Rückkehr Ellisons in die Kryptobranche ist ausgeschlossen. Sie darf in den nächsten zehn Jahren keine leitende Funktion im Sektor übernehmen. Diese Einschränkung ist Teil einer Einigung mit der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC).
FTX-Skandal schwelt weiter
Bankman-Fried wurde zu 25 Jahren Haft und drei Jahren Überwachung nach seiner Freilassung verurteilt. Zudem muss er Milliarden von Dollar an geschädigte Kunden und Investoren zurückzahlen. Er hat Berufung eingelegt und behauptet, kein faires Verfahren bekommen zu haben.
Neben Ellison und Bankman-Fried gibt es noch drei weitere prominente FTX-Persönlichkeiten. Gary Wang und Nishad Singh sind inzwischen frei. Sie kooperierten bei den Ermittlungen und erhielten Strafminderungen.
Ryan Salame, ehemaliger hochrangiger FTX-Manager, ist noch in Haft. Er wurde zu 7,5 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er illegale Gelder an politische Kampagnen spendete und ein nicht registriertes Zahlungsunternehmen betrieb. Seine Strafe verbüßt er in einem Gefängnis im US-Bundesstaat Maryland.
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