China übt hinter den Kulissen Druck auf den Iran aus, um die Straße von Hormus offen zu halten. Peking möchte verhindern, dass iranische Aktionen den Transport von Öl und Flüssigerdgas durch diese wichtige Seestraße beeinträchtigen.

Die enge Passage zwischen Iran und Oman ist entscheidend für die globale Energieversorgung. Ein großer Teil der Öl- und Gasexporte aus dem Persischen Golf passiert täglich diese Route.

China ist der größte Kunde iranischen Öls

China ist der weltweit größte Energieimporteur und kauft den Großteil des iranischen Öls. Damit bildet Peking eine wirtschaftliche Lebensader für Teheran. Gleichzeitig ist China noch abhängiger von der breiteren Golfregion sowohl für Öl als auch Gas.

Nach Aussagen von Führungskräften chinesischer Staatsunternehmen hat Peking iranische Beamte dringend gebeten, keine Öltanker oder LNG-Schiffe anzugreifen, die die Straße von Hormus passieren. Auch sei Iran aufgefordert worden, Exportzentren wie Katar nicht ins Visier zu nehmen. Katar liefert etwa 30% der chinesischen LNG-Importe.

Katar stellt größte LNG-Anlage der Welt ein

Besonders die Lage in Katar gibt Anlass zur Sorge. Das Land ist für etwa ein Fünftel des weltweiten Exports von Flüssigerdgas verantwortlich. Nach einem iranischen Drohnenangriff stellte Katar am Montag die Produktion in Ras Laffan, der größten LNG-Exportanlage der Welt, ein. Es war die erste vollständige Stilllegung seit fast dreißig Jahren.

Seit die USA und Israel am vergangenen Wochenende ihre Angriffe auf den Iran begonnen haben, ist der Tankertransport durch die Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gekommen.

China äußert sich öffentlich kaum

Öffentlich bleibt China zurückhaltend. Der Außenminister Wang Yi forderte den Iran auf, die „berechtigten Sorgen“ der Nachbarländer zu berücksichtigen. Über die Energieversorgung äußerte er sich nicht. Ein Sprecher sprach von „tiefer Besorgnis“ über die weitere Eskalation.

Bloomberg zufolge scheint die direkte wirtschaftliche Auswirkung für China vorerst beherrschbar zu sein. Höhere Ölpreise könnten die Inflation leicht ankurbeln, stellen aber kurzfristig keine akute Bedrohung dar.

Geopolitisch könnte der Schaden jedoch größer sein: Eine langfristige Störung des Energiehandels über den Persischen Golf würde nicht nur China treffen, sondern die weltweiten Energiepreise erheblich in die Höhe treiben.

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