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Der S&P 500 schloss am Freitag erneut auf einem Allzeithoch, doch unter der Oberfläche sieht das Bild nicht ganz so rosig aus. Nur 20 Aktien aus dem Index erreichten selbst ein neues Allzeithoch. Laut der Bank of America ist das bemerkenswert, da genau dasselbe um den Höhepunkt der Internetblase im März 2000 herum geschah.

Damals waren es ebenfalls nur 20 Aktien, die noch neue Rekorde aufstellten, während der breite Index seinen Höchststand erreichte. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Markt jetzt sofort abstürzen muss, aber es ist ein Signal dafür, dass die Rallye immer schwächer wird.
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Von den 20 Aktien, die am Freitag ein Rekordhoch erreichten, standen nur sieben nicht in direktem Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz. Die Börsenrallye wird also zunehmend von einem einzigen Thema getragen: KI.
Vor allem Chip-Unternehmen zeigten sich im Mai extrem stark. AMD stieg in diesem Monat um 46 Prozent, Micron Technology schoss um 88 Prozent in die Höhe, Samsung legte um 44 Prozent zu und SK Hynix stieg um 81 Prozent.
Das sind enorme Bewegungen für Unternehmen mit solch großen Marktwerten. Es zeigt, wie viel Kapital derzeit in Richtung KI, Speicherchips und Halbleiter fließt.
Der Nasdaq Composite stieg im April und Mai zusammen um 25 Prozent. Das war die beste Zweimonatsperiode seit mehr als zwanzig Jahren.
An sich ist das beeindruckend. Starkes Momentum kann Märkte länger nach oben treiben, als viele Anleger erwarten. Doch genau darin liegt auch das Risiko. Je stärker und enger eine Rally wird, desto anfälliger ist der Markt, wenn die Führenden ins Stocken geraten.
Laut Michael Hartnett von der Bank of America ist die spekulative Phase wahrscheinlich noch nicht vollständig vorbei. Er sieht jedoch zunehmend Anzeichen dafür, dass sich der Markt in eine späte Phase des Zyklus bewegt.
Das Problem ist nicht, dass der S&P 500 steigt. Das Problem ist, dass immer weniger Aktien wirklich mitziehen. Analysten sprechen von schwacher Marktbreite.
Laut BCA Research handelten um den 20. Mai nur etwa 55 Prozent der S&P 500-Aktien über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Das ist nicht dramatisch, aber für einen Markt auf Rekordniveau auch nicht besonders stark.
Auch die „Advance-Decline“-Linien, die zeigen, wie viele Aktien im Vergleich zur Anzahl der Verlierer steigen, haben sich nach einem starken Aufschwung Ende März wieder abgeschwächt. Das deutet darauf hin, dass die zugrunde liegende Stärke des Marktes hinter dem Indexniveau zurückbleibt.
Der Vergleich mit der Dotcom-Blase ist verlockend, aber nicht eins zu eins zutreffend. Viele KI-Unternehmen verdienen heute echtes Geld. Nvidia, Micron und andere Chiphersteller profitieren von einer konkreten Nachfrage nach Rechenzentren, Chips und KI-Infrastruktur.
Dennoch ist die Parallele unverkennbar. Auch im Jahr 2000 konzentrierte sich der Optimismus auf eine kleine Gruppe von Technologiewerten. Der Index wirkte noch stark, während der interne Markt bereits zu schwächeln begann.
Das macht die aktuelle Situation anfällig. Wenn die Gewinner weiter steigen, kann die Rally fortgesetzt werden. Aber wenn Anleger in KI-Aktien Gewinne mitnehmen, fehlt die Unterstützung aus dem übrigen Markt.
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