Fünf Männer haben zugegeben, an einem großen Kryptobetrug beteiligt zu sein. Dabei wurden fast 37 Millionen Dollar gestohlen. Das Geld gelangte schließlich zu Kriminellen in Kambodscha, sagt die US-Staatsanwaltschaft.
Opfer über soziale Medien und Dating-Apps getäuscht
Die Verdächtigen – Joseph Wong, Yicheng Zhang, Jose Somarriba, Shengsheng He und Jingliang Su – operierten aus verschiedenen Ländern, darunter die Vereinigten Staaten, Spanien, China und die Türkei. Sie nutzten soziale Medien, Apps und Datingseiten, um Opfer zu überzeugen, in gefälschte Kryptoprojekte zu investieren.
Nach Angaben des US-Justizministeriums wurde den Opfern mitgeteilt, dass ihre Investitionen profitabel seien, während das eingezahlte Geld tatsächlich nie investiert wurde. In Wirklichkeit wurde es über Scheinfirmen und Bankkonten in Kryptowährung umgewandelt und anschließend nach Kambodscha weitergeleitet.
Geldströme über leere Unternehmen und ausländische Banken
Somarriba und He gründeten ein Unternehmen namens ‘Axis Digital’ und eröffneten ein Konto bei der Deltec Bank auf den Bahamas. Jingliang Su half bei der Umwandlung des gestohlenen Geldes in Krypto. Wong und Zhang waren für die Geldwäsche über amerikanische Bankkonten verantwortlich.
Zhang und Wong können für Geldwäsche bis zu zwanzig Jahre Gefängnis erhalten. Die anderen drei Verdächtigen riskieren jeweils bis zu fünf Jahre Haft für ihre Beteiligung an illegalen Finanzaktivitäten.
US-Regierung geht härter gegen internationale Kryptobetrug vor
Der Prozess ist Teil einer breiteren Anstrengung der US-Regierung, internationalen Kryptobetrug zu bekämpfen. Der Fokus liegt unter anderem auf Netzwerken mit Verbindungen nach Nordkorea, wie der Lazarus Group. Außerdem möchte das US-Finanzministerium die kambodschanische Firma Huione Group aus dem amerikanischen Finanzsystem ausschließen. Diese Firma wird verdächtigt, an Geldwäschepraktiken mit Verbindungen zu nordkoreanischen Gruppen beteiligt zu sein.
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