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Die Europäische Union und die Vereinigten Staaten haben ein historisches Handelsabkommen geschlossen, das große Auswirkungen auf beide Wirtschaften hat. Wo zuvor noch hohe Einfuhrzölle drohten, wurde nun vereinbart, dass europäische Waren wie Medikamente und Halbleiter maximal 15 Prozent besteuert werden. Im Gegenzug muss Brüssel tief in die Tasche greifen.
Präsident Donald Trump drohte zuvor mit Zöllen von bis zu 250 Prozent auf europäische Pharmaerzeugnisse und 100 Prozent auf Chips. Diese Drohung ist nun vom Tisch. Das Abkommen baut auf dem vorläufigen Deal auf, den Trump und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen letzten Monat geschlossen haben.
Das Kompromiss kostet die EU jedoch Milliarden. Bis 2028 verpflichtet sich Brüssel, für 750 Milliarden Dollar Öl, Gas und nukleare Energie aus den USA zu kaufen. Dazu kommen noch einmal 40 Milliarden Dollar für amerikanische AI-Chips. Europäische Unternehmen versprechen zudem, 600 Milliarden Dollar in strategische Sektoren in den USA zu investieren, einschließlich der Verteidigung.
Erst wenn die EU ihre eigenen Zölle auf amerikanische Waren abbaut, treten die neuen Importtarife in Kraft. Hierfür ist noch die Zustimmung des Europäischen Parlaments und aller Mitgliedstaaten erforderlich.
Neben Handel vereinbarten die EU und die USA, enger in den Bereichen Verteidigung, Rohstoffe und Arbeitsrechte zusammenzuarbeiten. So soll das Abkommen zu strengeren Kontrollen von Zwangsarbeit in Produktionsketten und einem besseren Zugang für die amerikanische Landwirtschaft und Fischerei zum europäischen Markt führen.
Das Abkommen wird als großer Sieg für Trump angesehen, der sich als harter Verhandler präsentiert. Für die EU bedeutet es kurzfristig hohe Kosten, aber auch die Vermeidung eines Handelskonflikts, der die europäische Industrie Milliarden hätte kosten können.
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