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Am Altcoin-Markt mehren sich derzeit technische Signale, die auf eine mögliche Stimmungsaufhellung hindeuten. Auffällig ist vor allem der Ausbruch von Ethereum (ETH) gegenüber Bitcoin (BTC). Damit nimmt auch die Spekulation über eine bevorstehende Altseason zu. Zu Recht?
Der ETH/BTC-Chart zeigt, welchem Bitcoin-Wert ein Ethereum entspricht, und dient häufig als Maßstab für die Stärke von Ethereum gegenüber dem Marktführer. Der ETH/BTC-Chart schloss erstmals auf Wochenbasis oberhalb einer seit Langem fallenden Trendlinie.
Auch die technischen Indikatoren RSI und MACD ziehen an. Der RSI misst das Momentum einer Kursbewegung, während der MACD Veränderungen bei Richtung und Stärke eines Trends sichtbar machen soll. Ein gleichzeitiger Anstieg beider Indikatoren gilt in der Regel als Hinweis auf zunehmendes Momentum.
Die Bewegung befindet sich noch in einem frühen Stadium. Entsprechend ist Vorsicht geboten. Dennoch ziehen Marktbeobachter zunehmend Parallelen zu 2020 und 2021, als ein stärkeres ETH/BTC-Verhältnis einer breiten Rally bei Altcoins vorausging.
Dieser Vergleich hat jedoch eine wichtige Einschränkung. Bitcoin befindet sich derzeit in einer anderen Phase des Marktzyklus als damals. Deshalb muss dasselbe technische Muster nicht erneut zu derselben Kursentwicklung führen.
Gleichwohl sind es positive Signale, die nicht ignoriert werden sollten. Der Ausbruch von ETH/BTC lässt sich als erstes positives Signal auf dem Weg zu einer Erholung nach einem langen Abwärtstrend werten. Für eine sichere Altseason reicht das aber noch nicht.
Es gibt jedoch weitere Hinweise. Auch die Bitcoin-Dominanz sendet ein auffälliges Signal. Diese Kennzahl zeigt, welcher Anteil des gesamten Kryptomarkts auf Bitcoin entfällt. Im Monatschart hat sich ein sogenanntes Death Cross gebildet, bei dem der 50-Monats-Durchschnitt unter den 200-Monats-Durchschnitt fällt.
Das war zuvor nur 2016 und 2021 der Fall. In beiden Fällen folgte ein deutlicher Rückgang der Bitcoin-Dominanz, während Altcoins relativ stärker abschnitten. Eine sinkende Dominanz bedeutet, dass ein größerer Teil des gesamten Kryptokapitals in andere Coins fließt.
Gleichzeitig nähert sich die Altcoin-Dominanz einem Golden Cross. Dabei steigt ein kürzerer gleitender Durchschnitt über einen längeren Durchschnitt, was charttechnisch als mögliches positives Trendsignal gilt.
Zusammen stützen diese Entwicklungen die These, dass der Markt vor einem Wendepunkt steht. Von einer bestätigten Altseason kann, wie gesagt, noch keine Rede sein. Dafür müssten die aktuellen Signale in nachhaltig steigende Kurse und die Rückeroberung verlorener Unterstützungsniveaus münden.
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