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Die Bitcoin-Dominanz (BTC.D) zeigt, welchen Anteil Bitcoin am gesamten Kryptomarkt hat. Die Kennzahl gilt seit Jahren als wichtiger Gradmesser für das Kräfteverhältnis am Markt und kann frühzeitig auf eine Verschiebung zugunsten von Altcoins hindeuten.
Nach Einschätzung von Newsbit-Analyst Erik Juffermans ist derzeit ein außergewöhnliches technisches Signal zu beobachten, das in der Geschichte von Bitcoin erst zweimal zuvor aufgetreten ist. Sollte sich die Vergangenheit wiederholen, könnte das eine wichtige Entwicklung für den breiteren Kryptomarkt bedeuten.
Im Monatschart der Bitcoin-Dominanz bildet sich derzeit ein sogenannter Death Cross. Er entsteht, wenn der 50-Monatsdurchschnitt unter den 200-Monatsdurchschnitt fällt. Zuvor war das nur im Juli 2016 und im Januar 2021 der Fall. In beiden Fällen folgte anschließend ein deutlicher Rückgang der Bitcoin-Dominanz.
Für Juffermans ist das ein wichtiges Signal. Sinkt die Bitcoin-Dominanz, fließt relativ mehr Kapital in andere Coins. Mit anderen Worten: in Altcoins. Während des Bullenmarkts 2021 fiel die Bitcoin-Dominanz von mehr als 70 Prozent auf rund 40 Prozent. Gleichzeitig legte der gesamte Altcoin-Markt um etwa 700 Prozent zu.

Eine sinkende Bitcoin-Dominanz bedeutet allerdings nicht automatisch, dass der Bitcoin-Kurs unter Druck gerät. Nach Ansicht von Juffermans war gerade die Kombination aus steigendem Bitcoin-Kurs und fallender Dominanz historisch häufig das ideale Umfeld für Altcoins. In solchen Phasen konnten viele Altcoins Bitcoin relativ gesehen übertreffen.
Juffermans sieht weitere Signale, die dieses Szenario stützen. Er verweist unter anderem auf die Analyse von Matthew Hyland, der beobachtet, dass viele Altcoins seit Monaten an einer Bodenbildung arbeiten. Aus Sicht des Newsbit-Analysten passt das zu einem Markt, der sich allmählich auf eine neue langfristige Rally vorbereitet.
Zudem erkennt Juffermans eine zweite auffällige Entwicklung. Ethereum (ETH) scheint gegenüber Bitcoin vor einem Ausbruch zu stehen. Der ETH/BTC-Chart befindet sich seit fast neun Jahren in einem Abwärtstrend. Zwar gab es zwischenzeitlich kräftige Erholungen, die übergeordnete Richtung blieb jedoch abwärtsgerichtet. Laut Juffermans deutet sich nun erstmals eine Veränderung an. Historisch gingen Anstiege im ETH/BTC-Chart häufig mit einer starken Entwicklung des breiteren Altcoin-Markts einher.
Dennoch erwartet Juffermans nicht, dass eine mögliche neue Altseason automatisch bedeutet, dass jeder Coin explosionsartig steigt. Der Markt ist in den vergangenen Jahren deutlich reifer geworden, und Anleger achten zunehmend kritisch auf fundamentale Stärke und konkrete Anwendungen. Bereits im vergangenen Bullenmarkt zeigte sich, dass vor allem Projekte mit starken fundamentalen Entwicklungen neue Rekordstände erreichten, während viele andere Coins zurückblieben.
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