Gold und Silber haben das neue Jahr mit extremer Volatilität begonnen. Beide Edelmetalle hatten einen wahnsinnigen Höhenflug, gefolgt von einem Absturz um mehrere Dutzend Prozent. Heute scheinen sich die Edelmetalle von den Tiefständen etwas zu erholen, während der Markt auf wichtige Inflationsdaten aus den USA wartet.

Goldpreis bricht am Donnerstag ein. Quelle: TradingView

Wichtiger Inflationsbericht aus den USA

Zu Beginn dieser Woche wurden solide Arbeitsmarktdaten aus den USA veröffentlicht, die die Möglichkeit einer kurzfristigen Zinssenkung erheblich verringerten. Möglicherweise könnten die Inflationsdaten von heute Nachmittag noch eine Änderung bewirken, jedoch sind die Wahrscheinlichkeiten hierfür gering.

Derzeit läuft die amerikanische Wirtschaft gut, der Arbeitsmarkt scheint nicht unmittelbar gefährdet und die Inflation bleibt nach wie vor etwas höher als gewünscht. Daher kann sich die US-Notenbank leisten, mit Zinssenkungen zu warten.

Es gibt schlichtweg keinen Grund für kurzfristige Zinssenkungen. Die Wirtschaft scheint gut zu laufen und die Börsen erreichten kürzlich neue Höchststände. Diese Woche überschritt der Dow Jones erstmals in der Geschichte die Marke von 50.000 Punkten.

Gold gerät zusammen mit Wall Street unter Druck

Am Donnerstag fiel Gold um 3 Prozent auf den niedrigsten Stand seit sieben Tagen und verlor damit die Marke von 5.000 Dollar pro Unze. Dieser Kursrückgang wurde durch einen plötzlichen Einbruch an der Wall Street ausgelöst.

Besonders Technologieaktien hatten am Donnerstag unter einer Verkaufslawine zu leiden, die ohne ersichtlichen Grund entstand. Es gab jedenfalls keinen klaren makroökonomischen oder geopolitischen Auslöser für die Kursrückgänge.

In dieser Hinsicht scheint es vor allem Erschöpfung und Unsicherheit über den nächsten Schritt am Markt zu sein. Tech-Unternehmen investieren massiv in künstliche Intelligenz, doch gerade hier beginnen innerhalb des Marktes Zweifel aufzukommen.

Der Fokus liegt daher vorerst auf den heutigen Inflationsdaten. Der Markt rechnet weiterhin mit zwei Zinssenkungen der US-Notenbank im Jahr 2026, wobei die erste im Juni erfolgen soll.

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