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Der Bitcoin-Kurs sinkt weiter, und Analysten schlagen Alarm. Verschiedene technische und On-Chain-Indikatoren deuten darauf hin, dass die größte Kryptowährung möglicherweise auf ein neues Tief bei rund 62.000 Dollar zusteuert. Was bedeutet dies für den Markt?
Laut Analyst Burak Kesmeci von CryptoQuant gibt der sogenannte Binance Reserve Realized Price-Indikator derzeit ein bemerkenswertes Signal ab. Diese On-Chain-Metrik zeigt den durchschnittlichen Kaufpreis aller auf Binance gehaltenen Bitcoin (BTC). Historisch fungierte dieser Wert als Trennlinie zwischen Bullen- und Bärenmärkten.
Der Indikator liegt aktuell bei etwa 62.000 Dollar, was laut Kesmeci auf ein neues Unterstützungsniveau hindeuten könnte. Besonders jetzt, da die psychologische Marke von 90.000 Dollar durchbrochen wurde und der Bitcoin-Kurs weiterhin schwächelt. Seit der Einführung der Bitcoin ETFs wurde diese Zone nicht mehr getestet.

Während der Kurs in früheren Jahren vor allem durch Kleinanleger und Marktsentiment bestimmt wurde, hat sich die Dynamik in letzter Zeit geändert. Der Zufluss von institutionellem Kapital und die Einführung von Bitcoin-Fonds haben die Marktstruktur grundlegend verändert. Dennoch könnte Bitcoin weiterhin korrigieren.
Auch der Anstieg des sogenannten Supply in Loss gibt Anlass zur Sorge. Dieser Indikator misst, wie viele Bitcoin (BTC) derzeit unter dem Kaufpreis liegen. Wo dieser Verlust zuvor vor allem bei kurzfristigen Anlegern lag, stehen nun auch Langzeithalter im Minus.
Auffällig ist, dass dieser Trend in früheren Bärenmärkten wie 2014, 2018 und 2022 oft einem Markttief vorausging. Dies könnte darauf hindeuten, dass sich der Markt erneut auf ein Tiefpunkt zubewegt.
Julio Moreno, Forschungsleiter bei CryptoQuant, sieht die Möglichkeit für weitere Rückgänge. Er schätzt, dass der endgültige Boden irgendwo zwischen 56.000 und 60.000 Dollar liegen könnte. Seiner Meinung nach ist es gut möglich, dass der Bitcoin-Kurs im Laufe dieses Jahres noch auf dieses Niveau fällt.
Auch der bekannte Analyst RektCapital warnt vor einem bearishen Signal. Auf X weist er auf die Rückkehr des sogenannten Bull Market EMA Crossover hin, bei dem der 21-Tage-Durchschnitt unter den 50-Tage-Durchschnitt fällt. Dieses Muster ging in der Vergangenheit häufig scharfen Korrekturen voraus, unter anderem in den Jahren 2014, 2018 und 2022.
Nicht alle Experten sind pessimistisch. Changpeng Zhao, der ehemalige CEO von Binance, sprach bereits über einen möglichen „Superzyklus“. In diesem Szenario wird der vierjährige Zyklus von Bullen- und Bärenmärkten durch den strukturellen Zufluss institutionellen Geldes und das Aufkommen von ETFs durchbrochen.
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