Immer mehr Regierungen und Unternehmen bauen eine Kryptoreserve auf, aber nicht jeder macht mit. Der US-Bundesstaat Connecticut entscheidet sich für den gegenteiligen Weg. Als erster im Land verbietet er staatlichen Einrichtungen, digitale Vermögenswerte zu halten. Gouverneur Ned Lamont unterzeichnete am 30. Juni das Gesetz, das dieses Verbot offiziell macht. Das Bemerkenswerte: Es gab keine einzige Gegenstimme.
Connecticut sagt Nein zu Krypto
Der Staat Connecticut brachte die bemerkenswerte Nachricht. Als erster im Land führt Connecticut als erster im Land ein totales Verbot für das Halten von Kryptoreserven durch staatliche Einrichtungen ein. Gouverneur Ned Lamont setzte am 30. Juni seine Unterschrift unter das House Bill 7082. Darin steht, dass alle staatlichen Einrichtungen verpflichtet sind, genau 0 Dollar an digitalen Vermögenswerten zu halten. Bemerkenswerterweise wurde die Maßnahme einstimmig angenommen. Es gab keine einzige Gegenstimme. Ein starkes Signal, das zeigt, wie geteilt die Meinungen über Krypto noch sind.
Warum Connecticut sich für ein Verbot entscheidet: Der Staat gibt an, das Steuergeld vor der Volatilität des Kryptomarktes schützen zu wollen. Auch gibt es Unsicherheiten bezüglich der Regulierung auf Bundesebene. Unter Trump wird an Regelungen gearbeitet, aber vieles bleibt unklar. So gibt es einen anhaltenden Kampf zwischen Aufsichtsbehörden wie der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) darüber, wer für welche digitalen Vermögenswerte verantwortlich ist. Ist eine Kryptowährung ein Wertpapier (wie eine Aktie) oder ein Rohstoff, wie Gold? Der Staat nimmt also das Sichere für das Unsichere. Der Fokus liegt dabei auf Stabilität und der Minimierung finanzieller Risiken für öffentliche Mittel.
Wo Connecticut stoppt, machen andere weiter
Das Entscheidung steht jedoch im starken Kontrast zur Politik anderer Staaten. Nehmen wir Texas. Dort wurden kürzlich noch 10 Millionen Dollar in Bitcoin (BTC) hinzugefügt zu den Staatsreserven. Es ist damit der erste US-Bundesstaat, der aktiv Bitcoin kauft. Auch New Hampshire experimentiert mit digitalen Vermögenswerten. Am 6. Mai genehmigte New Hampshire als erster US-Bundesstaat eine Kryptoreserve gesetzlich. Da das Gesetz erst 60 Tage nach Unterzeichnung in Kraft tritt, haben sie noch keine Tokens gekauft. Arizona folgte auch mit einem Reservefonds mit beschlagnahmten Kryptowährungen.
Auch das Weiße Haus schlägt einen anderen Kurs ein. Donald Trump genehmigte im März eine nationale Bitcoin-Reserve. Diese sogenannte Strategic Bitcoin Reserve ist vorerst mit beschlagnahmten BTC gefüllt, die nicht verkauft werden dürfen. Trump ließ Raum für mögliche Ankäufe von BTC. Vorerst geschieht das jedoch noch nicht. Die Ausgabe neuer öffentlicher Mittel erfordert nämlich zusätzliche Zustimmung des Kongresses.
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