In Washington scheint ein Durchbruch in der jahrelangen Debatte über Krypto bevorzustehen. Wo die Industrie oft an unklaren Regeln und Streitigkeiten zwischen den Aufsichtsbehörden scheiterte, scheint es nun breite politische Unterstützung für ein neues Gesetz zu geben. Aber können die Vereinigten Staaten wirklich klare Spielregeln einführen, die den Ton für den Rest der Welt angeben werden?
Armstrong sieht historische Chance für Clarity Act
Coinbase CEO Brian Armstrong sprach nach einem Besuch in der amerikanischen Hauptstadt über seinen Optimismus. In einem Video auf X sagte er, er sei “noch nie so positiv” über den Digital Asset Market Clarity Act gewesen. Laut ihm gibt es starke Unterstützung im Senat, sowohl von Republikanern als auch von Demokraten.
Das Gesetz soll mit der aktuellen Unsicherheit aufräumen: Wer überwacht welche Form von Krypto? So gibt es derzeit viel Diskussion darüber, ob die Securities and Exchange Commission (SEC) oder die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) verantwortlich ist.
Die Regeln sollen vor allem Klarheit für Münzen schaffen, die nicht unter stablecoins fallen, wie tokenized stocks. Das sind gewöhnliche Aktien, die digital ausgegeben und als Kryptowährung gehandelt werden. Armstrong nennt das Gesetz einen “Güterzug, der bereits abgefahren ist”.
Auch Senatorin Cynthia Lummis, eine der Initiatoren, sagte früher diesen Monat, dass sie erwartet, dass das Gesetz noch dieses Jahr auf dem Schreibtisch von Präsident Donald Trump zur Unterschrift liegt.
Bei den Gesprächen in Washington waren neben Coinbase auch Vertreter von Ripple, Kraken, Circle, Cardano und große Investoren wie a16z und Paradigm anwesend.
Plan zur Erweiterung der Bitcoin-Reserve gewinnt Unterstützung
Neben dem Clarity Act wurde auch die Diskussion über stablecoins behandelt. Banken hatten zuvor versucht, Zinsen auf stablecoins zu verbieten. Ein solches Verbot würde bedeuten, dass Menschen keine Zinsen mehr erhalten könnten, indem sie ihre stablecoins verleihen oder anlegen. Armstrong wies darauf hin, dass dieser Versuch gescheitert ist und dass der Senat “nicht zulässt, dass Banken dies durchsetzen”.
Gleichzeitig gewinnt der Plan, die strategische Bitcoin-Reserve (BTC) weiter auszubauen, an Boden. Michael Saylor, bekannt von der weltweit größten börsennotierten BTC-Investition Strategy, sprach kürzlich in Washington über den sogenannten Bitcoin Act. Dieser würde dafür sorgen, dass die amerikanische Regierung innerhalb von fünf Jahren eine Million Bitcoin erwirbt.
Für die Finanzierung werden budgetneutrale Optionen in Betracht gezogen, wie eine Neubewertung alter Goldzertifikate oder die Nutzung zusätzlicher Einnahmen aus Importzöllen.
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