Stablecoins gewinnen im globalen Zahlungsverkehr zunehmend an Bedeutung. Laut der Investmentbank Bernstein können Anleger von diesem Trend profitieren, indem sie in zwei amerikanische Krypto-Unternehmen investieren: Circle und Coinbase Global Inc. (COIN). Die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) könnte langfristig zusätzliches Wachstum fördern.
Bernstein sieht Potenzial in KI-Zahlungen
Analysten von Bernstein gehen davon aus, dass Stablecoins eine entscheidende Rolle bei sogenannten Maschinenzahlungen spielen werden. Diese Transaktionen werden vollständig automatisiert durch Software ausgeführt, ohne menschliches Eingreifen. Beispiele sind KI-Agenten, digitale Assistenten, die eigenständig Aufgaben wie die Buchung und Bezahlung eines Urlaubs erledigen.
Die Analysten sehen in Maschinenzahlungen eine zusätzliche Chance für Stablecoins, betonen jedoch, dass der Einfluss derzeit noch begrenzt ist. Die Zahlen neuer Zahlungsprotokolle sind noch gering. Das Zahlungsprotokoll von Stripe und Tempo verarbeitete in der ersten Woche rund 5.000 Dollar. Das x402-Protokoll von Coinbase erreichte innerhalb eines Monats etwa 25 Millionen Dollar.
Wachstum findet in bestehenden Anwendungen statt
Obwohl KI-Zahlungen viel Aufmerksamkeit erhalten, kommt das eigentliche Wachstum der Stablecoins bereits aus konkreten Anwendungen. Internationale Unternehmenszahlungen, Überweisungen an Familien im Ausland und neue Finanz-Apps sorgen für enorme Volumen.
Laut Bernstein stieg das gesamte Zahlungsvolumen mit Stablecoins bis 2025 auf 375 Milliarden Dollar, im Vergleich zu 213 Milliarden Dollar im Vorjahr. Die gesamte Marktkapitalisierung aller Stablecoins liegt mittlerweile bei über 320 Milliarden Dollar, basierend auf Daten von CoinMarketCap.
Dieser Wert könnte noch erheblich steigen. Der US-Finanzminister Scott Bessent äußerte im Sommer 2025, dass er erwartet, dass der Markt für Stablecoins bis 2028 auf 2 Billionen Dollar anwachsen könnte.
Coinbase und Circle als Indikatoren
Bernstein nennt zwei Unternehmen als beste Möglichkeit, um von der Stablecoin-Wachstumsdynamik zu profitieren: die Krypto-Börse Coinbase und Circle, den Herausgeber des USD Coin (USDC).
Die beiden Firmen sind eng miteinander verbunden. Circle gibt USDC heraus und verwaltet die Coin. Coinbase bietet die Verbreitung und Integration auf seiner Plattform an und fördert die Nutzung. Beide Unternehmen profitieren darüber hinaus von den Zinsen auf die Reserven hinter dem Stablecoin.
USDC ist stark reguliert und verarbeitete 2026 bereits Transaktionen im Wert von 2,4 Billionen Dollar. Das ist mehr als der Mitbewerber Tether (USDT), der bei etwa 1,4 Billionen Dollar liegt. Aufgrund dieser starken Position scheint USDC auch gut für zukünftige Anwendungen wie KI-Zahlungen aufgestellt zu sein.
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