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Dass sich Kryptowährungen in einem Bärenmarkt befinden, scheint mittlerweile unbestritten zu sein. Es gibt wieder viele Parallelen zur Vergangenheit, aber Chainlink-Gründer Sergey Nazarov sieht auch zwei wesentliche Unterschiede.
In vier Monaten sind fast 2 Billionen Dollar aus dem Kryptomarkt verschwunden, dennoch zeigt sich Nazarov unbeeindruckt. In einem Beitrag auf X bezeichnet er diese Korrektur als „grundlegend anders“ als frühere Bärenmärkte.
Nazarov äußert sich „angenehm überrascht“, dass diesmal keine großen Fehler gemacht wurden, die zu institutionellen Insolvenzen oder weitreichenden systemischen Risiken führten. 2022 war das anders, als zahlreiche große Akteure wie das Krypto-Projekt Terra (LUNA), die Kreditplattform Celsius und die Kryptobörse FTX zusammenbrachen.
„Wenn die Kryptoindustrie und ihre Systeme große Preisrückgänge und Liquiditätsprobleme erfolgreich überstehen können, ist sie ein vertrauenswürdigerer Ort für das Kapital von Kleinanlegern und institutionellen Investoren“, schreibt Nazarov.
Marktzyklen sind normal, betont Nazarov. Doch gerade in schwachen Phasen zeigt sich, wie robust die Infrastruktur tatsächlich ist.
Er sagt, dieser Bärenmarkt sei „viel besser gemanagt“ als der vorherige, aber es könnte natürlich sein, dass die Probleme noch bevorstehen. 2022 löste Terra (LUNA) eine Kettenreaktion aus, nachdem der Markt bereits mehr als ein halbes Jahr im Bärenmarkt war.
Derzeit schweben die dunklen Wolken erst seit vier Monaten über dem Markt. Doch Bitcoin (BTC) hat schon einen vergleichbaren Rückgang von über 50 Prozent erlebt. In dieser Hinsicht verläuft der Bärenmarkt nun deutlich schneller.
Der zweite Aspekt, der diesen Bärenmarkt unterscheidet, ist das Wachstum von tokenisierten Real-World Assets (RWA). Dabei handelt es sich um Vermögenswerte aus der „echten Welt“ wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffe, die auf der Blockchain gehandelt werden. Sie bieten Vorteile wie 24/7-Handel, transparente Sicherheiten und Echtzeitdaten.
Der On-Chain-Wert dieser RWAs ist in den vergangenen zwölf Monaten um 300 Prozent gestiegen, wie aus Zahlen von RWA.xyz hervorgeht. Und das, während die Kryptokurse in diesem Zeitraum gesunken sind.
Laut Nazarov beweist dies, dass RWAs einen eigenen Wert haben, unabhängig vom Preis von Bitcoin oder anderen Coins. Sie bieten Vorteile wie 24/7-Handel, On-Chain-Sicherheiten und Echtzeitdaten.
Bemerkenswerterweise spiegelt sich diese Entwicklung nicht im Kurs von Chainlink (LINK) wider. Dabei spielt das Netzwerk eine entscheidende Rolle. Es liefert die zuverlässigen Daten, die RWAs am Laufen halten, überprüft, ob Vermögenswerte wirklich gedeckt sind, und verbindet Blockchains miteinander.
Der Token liegt mehr als 67 Prozent unter dem Höchststand von Oktober und sogar 83 Prozent unter dem Allzeithoch von 2021. Der Preis pendelt um ein Bärenmarkttief bei unter 9 Dollar.
Für die Zukunft erwartet Nazarov, dass On-Chain-RWAs die Kryptos in der Gesamtkapitalisierung übertreffen und damit „den Kern der Industrie grundlegend verändern“ werden. Und davon könnte Chainlink profitieren.
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