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Das Kryptoprojekt Chainlink (LINK) erweitert abermals seine Liste an Partnerschaften. Die DTCC, das Rückgrat des US-amerikanischen Wertpapiermarktes, hat Chainlink als Grundlage für eine neue Blockchain-Plattform ausgewählt. Über diese können Vermögenswerte rund um die Uhr bewegt werden.

Die Depository Trust & Clearing Corporation (DTCC), der weltweit größte Anbieter von Infrastrukturen für den sogenannten Post-Trade-Bereich, kündigte gestern eine Zusammenarbeit an. Die Plattform trägt den Namen „Collateral AppChain” und basiert auf einer eigenen Blockchain.

Chainlink liefert die erforderlichen Daten und koordiniert die Kommunikation zwischen allen Systemen. Konkret geht es um Preisbestimmung, Bewertung, Margenberechnung, Optimierung von Wertpapieren und Abwicklung.

Chainlink fungiert dabei als Brücke zwischen Blockchains und der Außenwelt. Das sogenannte Oracle-Netzwerk sammelt Daten wie Kurse und API-Informationen von Dutzenden unabhängigen Anbietern, die sich gegenseitig kontrollieren. Erst wenn alle Anbieter sich einig sind, gelangen die Informationen auf die Blockchain.

Die DTCC ist der unsichtbare Motor der Wall Street. Sobald ein Anleger eine Aktie kauft, sorgt dieses Clearinghaus im Hintergrund dafür, dass Geld und Aktien bei der richtigen Partei landen. Im vergangenen Jahr wurden Wertpapiertransaktionen im Umfang von 4,7 Billiarden Dollar abgewickelt und die Gruppe verwahrt 114 Billionen Dollar an liquiden Mitteln.

„Unser Ziel ist es, durch den Einsatz von Tokenisierung und Distributed-Ledger-Technologie die Mobilität von Vermögenswerten zu modernisieren, um ein nahezu in Echtzeit funktionierendes Wertpapierenmanagement auf globalen Märkten und Blockchains zu ermöglichen”, erklärt Nadine Chakar, Leiterin der Digital Assets bei der DTCC.

Untersuchungen von Nasdaq zeigen, dass 52 Prozent der Finanzinstitute bis Ende 2026 mit tokenisierten Wertpapieren arbeiten wollen. Dieselbe Studie zeigt, dass 70 Prozent der Banken noch täglich mit manuellen Abrechnungsprozessen kämpfen.

Die Wertpapier-App ergänzt zudem ein weiteres Großprojekt der DTCC. Letzte Woche kündigte das Clearinghaus eine eigene Tokenisierungsplattform an. Über diese können Unternehmen digitale Versionen von Aktien aus der Russell 1000, großen ETFs und US-Staatsanleihen ausgeben.

Chainlink ist das weltweit größte Oracle-Netzwerk und existiert seit 2017, wobei das Projekt des Gründers Sergey Nazarov im Laufe der Jahre eine beeindruckende Liste an Partnern aufgebaut hat.

Der bedeutendste Partner ist SWIFT, das globale Zahlungssystem, das über 11.000 Banken verbindet. Seit November letzten Jahres ist diese Verbindung aktiv. An einer breiteren Initiative zur automatisierten Verarbeitung von Unternehmensereignissen wie Dividenden, Aktiensplits und Fusionen, arbeiten Euroclear, UBS, BNY Mellon, BNP Paribas, Citi und Wellington Management mit.

Auch andere Großunternehmen arbeiten mit Chainlink zusammen. Mastercard hat sein Netzwerk mit dem Oracle-Projekt verbunden, sodass über drei Milliarden Karteninhaber nun direkt Kryptowährungen kaufen können. Die UBS führte über einen Chainlink-Standard die weltweit erste vollständig tokenisierte Fondstransaktion durch.

Sogar Regierungen sind involviert: Das US-Handelsministerium bringt makroökonomische Daten on-chain und die brasilianische Zentralbank nutzt Chainlink für die grenzüberschreitende Zahlungsabwicklung mit Hongkong.

In der Kryptobranche selbst entschied sich Coinbase für Chainlinks CCIP als Brücke für sieben Milliarden Dollar an Wrapped Assets. DeFi-Schwergewichte wie Aave und Lido folgten ebenfalls diesem Beispiel. Laut Chainlink selbst wurden inzwischen Transaktionen im Wert von über 27 Billionen Dollar über das Netzwerk abgewickelt.

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