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Das Krypto-Projekt Chainlink (LINK) hat einen bemerkenswerten Deal im Rahmen des größten Sportturniers der Geschichte abgeschlossen. Das Oracle-Netzwerk gab gestern bekannt, dass es die exklusive Infrastruktur hinter ADI Predictstreet wird, dem offiziellen Vorhersagemarkt für die Fußball-WM 2026.
Chainlink wird damit für Milliarden Fans festlegen, wer richtig liegt und wie schnell sie ihr Geld erhalten.
Aber was genau macht Chainlink hier? Es ist das bekannteste Oracle-Netzwerk der Welt, eine Art Vermittler zwischen der realen Welt und der Blockchain.
Das Schlüsselwort ist hier Netzwerk. Chainlink besteht nicht aus einem einzelnen Computer, sondern aus einer Gruppe unabhängiger Anbieter, die dieselben Daten unabhängig voneinander abfragen.
Dann vergleichen sie ihre Ergebnisse. Nur wenn diese übereinstimmen, wird das Ergebnis auf die Blockchain geladen. So kann niemand heimlich die Zahlen manipulieren.
Die Teilnehmer werden in der eigenen Coin LINK bezahlt. Wer falsche Informationen liefert, verliert Geld, was für Fairness sorgt.
Eine Blockchain ist nämlich ein geschlossenes System. Sie hat von Natur aus keine Kenntnis von Endergebnissen, Kursen oder dem Wetter.
Hier kommen Oracles ins Spiel. Sie beschaffen zuverlässige Daten von außen und übertragen diese auf die Blockchain, damit Programme sie nutzen können.
Diese Programme heißen Smart Contracts: Code-Schnipsel, die automatisch ausführen, was vereinbart wurde. Liefert Chainlink das richtige Ergebnis, zahlt der Vertrag automatisch die Gewinner aus.
ADI Predictstreet nutzt dafür die Chainlink Runtime Environment (CRE). Sie erstellt automatisch Märkte, regelt die Abwicklung und zahlt basierend auf offiziellen FIFA-Daten aus.
Das Problem, das hier gelöst wird, ist altbekannt. Klassische Vorhersagemärkte kämpfen mit langsamer, manueller Abwicklung und endlosen Diskussionen über die Ergebnisse.
Johann Eid, Chief Business Officer bei Chainlink Labs, sieht darin einen Wendepunkt. „Wir freuen uns darauf, zu helfen, die Interaktion der Fans mit Live-Sport neu zu definieren“, so Eid.
Chainlink ist kein kleiner Akteur. Das Netzwerk hat nach eigenen Angaben bereits Transaktionswerte von mehr als 30 Billionen Dollar verarbeitet und bedient über 70 Prozent des DeFi-Marktes, also den Geldverkehr ohne Banken.
ADI Predictstreet bezeichnet sich als erster offizieller Vorhersagemarkt-Partner einer Fußball-WM. Auf solchen Märkten setzt man Geld auf den Ausgang von Ereignissen. Man denke an das Endergebnis oder den Torschützenkönig, doch der Durchbruch großer Plattformen wie Polymarket und Kalshi waren die US-Präsidentschaftswahlen 2024.
Die Plattform läuft auf der eigenen ADI Chain-Blockchain und besitzt eine Lizenz aus Gibraltar. Anfang Juni ging sie live, kurz vor dem Anpfiff am 11. Juni. Dann beginnt das größte WM-Turnier aller Zeiten. 48 Länder kämpfen in Kanada, Mexiko und den USA um den begehrten goldenen Pokal.
In den USA ist ADI Predictstreet in 23 Bundesstaaten über Fanatics Markets tätig. Darüber hinaus hat das Unternehmen einen Vertrag mit dem Streamingdienst DAZN geschlossen, der jedes WM-Spiel überträgt.
Die Ambitionen reichen über den Fußball hinaus. ADI Predictstreet plant, auf Tausende Märkte in den Bereichen Sport, Nachrichten, Technologie und Kultur zu expandieren.
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