Während der Kryptomarkt unter Druck steht und viele Anleger Risiken abbauen, geht Ark Invest von Cathie Wood in die entgegengesetzte Richtung. Das Fonds erhöht seine Positionen in mehreren krypto-bezogenen Aktien und setzt damit auf eine Erholung, die alles andere als sicher ist.
Die entscheidende Frage: Ist dies der klassische Moment, in dem langfristige Investoren einsteigen, oder unterschätzt Ark Invest die Tiefe des aktuellen Abschwungs?
Neue Käufe in schwachem Markt
Ark hat seine Beteiligung an verschiedenen Unternehmen ausgebaut, die eng mit dem Kryptosektor verbunden sind. So wurden unter anderem zusätzliche Aktien von BitMine Immersion Technologies, einem auf Ethereum fokussierten Treasury-Akteur, und einer großen Krypto-Börse erworben.
Auch BlackRock investiert derzeit kräftig in BitMine und scheint Vertrauen in die Ethereum-Strategie des Unternehmens zu haben.
Zudem nahm das Fonds für mehrere Millionen Dollar Aktien eines bekannten Handelsplattformen auf, das kürzlich stark unter Druck auf dem Börsenmarkt stand. Diese Kombination ist auffällig: Ark kauft nicht in Stärke, sondern in deutlicher Schwäche.
Die betreffenden Aktien sind im vergangenen Monat stark gefallen, teils um mehrere Dutzend Prozent. Das macht die Strategie ausgesprochen konträr, genau die Art der Positionierung, für die Ark in früheren Zyklen bekannt war.
Strategie der verteilten Überzeugung
Innerhalb der ETF-Struktur von Ark darf keine Position zu groß werden. Dadurch bleibt das Fonds gezwungen, kontinuierlich neu auszubalancieren, wenn sich Kurse stark bewegen.
Das bedeutet auch, dass Zukäufe während Kursrückgängen teilweise strukturell in das Modell integriert sind. Dennoch zeigt die Abfolge der Käufe, dass Ark bewusst weiterhin in Krypto-Infrastruktur und Handelsplattformen investiert.
In einigen Fonds gehören diese Unternehmen mittlerweile zu den größeren Positionen, was zeigt, wie zentral die Kryptothese in Woods langfristiger Vision bleibt.
Marktklima bleibt fragil
Der Zeitpunkt der Käufe ist bemerkenswert. Nicht nur Krypto-Aktien stehen unter Druck, auch breitere Aktienindizes zeigen Schwäche. Gleichzeitig notiert Bitcoin nach wie vor nahe den niedrigsten Niveaus seit Langem.
Das zeichnet ein Umfeld, in dem Liquidität, Risikobereitschaft und Wachstumserwartungen gleichzeitig unter Spannung stehen. Historisch gesehen ist dies selten der Moment, in dem die Erholung direkt beginnt, aber oft die Phase, in der langfristige Positionen aufgebaut werden.
Könnte dies dennoch ein Meisterstück von Cathie Wood und ihrem Ark Invest sein?
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