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Strategy ist unter den Unternehmen der größte Käufer von Bitcoin (BTC) und hat den Kursanstieg der vergangenen Jahre maßgeblich mitgeprägt. Nach Einschätzung von Bitwise-Chef Matt Hougan geht diese Phase jedoch zu Ende.
Seiner Ansicht nach verliert das Unternehmen von Michael Saylor nach den Turbulenzen um eines seiner digitalen Kreditprodukte deutlich an Bedeutung.
Hougan schrieb am Donnerstag, dass Strategy seine Rolle als dominanter Käufer voraussichtlich eingebüßt hat. Künftig dürften andere Marktteilnehmer diese Rolle übernehmen.
„Strategy war über Jahre der wichtigste Bitcoin-Käufer der Welt und eine einseitige Quelle der Nachfrage. Diese Zeit dürfte vorbei sein“, erklärte der Chief Investment Officer von Bitwise.
Hougan geht davon aus, dass künftig Investmentbanken, Vermögensverwalter, Pensionsfonds und Staatsfonds die wichtigste Nachfragequelle werden. Gleichzeitig erwartet er, dass Strategy in der nächsten Bullmarktphase netto weiter zukauft.
Saylor galt lange als Verfechter einer Strategie, niemals zu verkaufen, doch in der vergangenen Woche stellte das Unternehmen ein Verkaufsprogramm für Bitcoin vor, über das es Bitcoin im Wert von bis zu 1,25 Milliarden Dollar abstoßen darf. Die Erlöse sollen genutzt werden, um eigene Kapitalinstrumente zu stützen.
Darüber gab es zuletzt erhebliche Sorgen, insbesondere mit Blick auf die STRC-Aktie. Dabei handelt es sich um eine Vorzugsaktie, über die Strategy Kapital gegen eine feste Dividendenzahlung aufnimmt. Die Aktie fiel von ihrem Nennwert von 100 Dollar auf ein Tief von 71 Dollar.
Vor allem die schrumpfende Dollarreserve, aus der die Dividenden gezahlt werden sollen, schürte Zweifel an der Tragfähigkeit des Modells. Strategy hatte sich selbst unter Druck gesetzt, weil das Unternehmen seine Liquiditätsreserve zum Schuldenabbau genutzt hatte.
Hougan vergleicht die Lage mit dem Einbruch der GBTC-Prämie von Grayscale im Jahr 2021. Er sieht darin einen schmerzhaften, aber notwendigen Teil des Marktzyklus. „Ich glaube, wir nähern uns dem Tiefpunkt“, schrieb er.
Eine akute Gefahr sieht er dennoch nicht. Strategy verfügt über liquide Vermögenswerte von 52 Milliarden Dollar bei Schulden von 7 Milliarden Dollar. Der Bitcoin-Kurs müsste noch um 70 Prozent fallen, bevor das Unternehmen in Schwierigkeiten gerät.
Auch JPMorgan hatte schon zuvor Bedenken geäußert. Die Investmentbank hält es für riskant, dass Strategy künftig gelegentlich Bitcoin verkaufen darf, um Dividenden zu zahlen.
Kauft das Unternehmen weiter zu, steigt die Nachfrage. Verkauft es, kommt unmittelbar zusätzliches Angebot auf den Markt. Deshalb spricht die Bank von einem doppelten Risiko, das stärkere Kursschwankungen auslösen kann.
Strive-Chef Matt Cole hält die Debatte für überzogen. Die 847.363 Bitcoin von Strategy entsprechen ihm zufolge lediglich 4 Prozent des Gesamtangebots und seien damit zu wenig, um wirklich ins Gewicht zu fallen.
Vor einem Monat verkaufte Strategy allerdings 32 BTC, woraufhin Bitcoin unmittelbar deutlich einbrach. Der entscheidende Unterschied zu damals: Der Markt weiß inzwischen, wie groß das maximale Verkaufsvolumen sein kann.
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