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Michael Saylor und sein Bitcoin-Unternehmen Strategy standen im Zentrum eines neuen Sturms am Kryptomarkt. Das Finanzierungsmodell geriet zunehmend unter Druck, Anleger wurden nervös. Am Montag reagierte Saylor mit einer Reihe von Maßnahmen, um die Sorgen zu dämpfen. An den Märkten sorgt das bereits für deutliche Bewegung.
Die Probleme begannen bei STRC, der Finanzierungsmaschine, mit der Strategy in diesem Jahr den Großteil der Bitcoin-Käufe finanziert hat.
STRC ist eine Vorzugsaktie, die um die Marke von 100 Dollar notieren soll. Solange der Kurs darüber liegt, kann Strategy neue Anteile verkaufen und mit dem Erlös Bitcoin kaufen. Fällt der Kurs darunter, versiegt diese Finanzierungsquelle.
Genau das passierte. STRC rutschte immer weiter ab und markierte am Freitag bei rund 71 Dollar ein Tief – 29 Prozent unter dem Nennwert.
Gleichzeitig brach die MSTR-Aktie auf den niedrigsten Stand seit Februar 2024 ein. Auch der Bitcoin-Kurs fiel auf 58.000 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit September 2024.
Mit den fallenden Kursen wurde es für Strategy schwieriger, frisches Kapital aufzunehmen. Die Sorge wuchs, das Unternehmen könne in eine kaum noch tragfähige Abwärtsspirale geraten.
Heute kam die Gegenreaktion. Strategy kündigte ein neues „Digital Credit Capital Framework“ an, STRC legte vorbörslich bereits um 11 Prozent auf 82 Dollar zu. Das Paket umfasst vier Maßnahmen:
Zusammengenommen kommen Dollarreserve und Bitcoin-Verkaufsprogramm auf 3,8 Milliarden Dollar zur Absicherung der Dividenden. Das reicht für 25,9 Monate.
Darüber hinaus verspricht Strategy, bei der Ausgabe neuer MSTR-Aktien vorsichtig zu bleiben. Das gilt vor allem, wenn der Kurs nahe bei 1x mNAV liegt. Diese Kennzahl setzt den Börsenwert ins Verhältnis zu den Bitcoin in der Bilanz. Um 1x ist die Prämie praktisch verschwunden; neue Aktien bringen dann nur noch wenig zusätzlichen Spielraum.
All diese Schritte sollen die Kreditprodukte stärken, die Handelbarkeit verbessern und die Bitcoin-Position langfristig schützen.
Zugleich zeigt das Paket, wie sehr sich Strategy verändert. Das Unternehmen hält seine Bitcoin nicht mehr nur passiv, sondern greift aktiv ein, um die Struktur zu stabilisieren.
Bis heute konnte Strategy mit seiner Dollarreserve Dividendverpflichtungen für etwa zehn Monate abdecken, während es zu Jahresbeginn noch mehrere Jahre waren.
Die neuen Maßnahmen ließen den Bitcoin-Kurs von 59.700 auf 60.600 Dollar springen. Inzwischen ist der Anstieg jedoch wieder verpufft. Möglicherweise setzt sich am Markt die Erkenntnis durch, dass nun ein erheblicher Teil der Bitcoin-Bestände verkauft werden darf.

Die Bewertungsprämie, die Saylors Geldmaschine jahrelang antrieb, hat sich verflüchtigt: Der Markt bewertet Strategy inzwischen niedriger als die Bitcoin-Bestände des Unternehmens.
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