Die europäische Kryptobörse Bitpanda hat im vergangenen Jahr ein starkes Wachstum verzeichnet. Sowohl der Umsatz als auch die Nutzerzahlen legten deutlich zu, und das Unternehmen hat sich inzwischen zu einer umfassenden Investment-Plattform entwickelt.
Umsatz steigt auf 371 Millionen Euro
Bitpanda erzielte 2025 einen angepassten Umsatz von 371 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Zugleich wuchs die Zahl der registrierten Nutzer um 25 Prozent. Die Plattform verzeichnete damit einen Anstieg von 5,9 Millionen auf 7,4 Millionen Konten.
Auch auf der geschäftlichen Seite wurde ein großer Schritt gemacht. Die Anzahl der institutionellen Partner, also Unternehmen, die die Infrastruktur von Bitpanda für ihre eigenen Dienste nutzen, stieg von neun auf sechzehn.
Laut CEO Lukas Enzersdorfer-Konrad zeigt dies, dass das Unternehmen schnell an Boden gewinnt.
„Wir sehen ein starkes Umsatzwachstum, während wir gezielt und strategisch investieren, um Bitpanda als Multi-Asset-Investitions- und Handelsplattform sowie als wachsenden Anbieter von Marktinfrastruktur zu positionieren.“
Trotz des höheren Umsatzes fiel der Gewinn jedoch geringer aus. Das bereinigte EBITDA, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, lag bei 13 Millionen Euro im Vergleich zu 52 Millionen Euro im Jahr 2024.
Bitpanda zufolge ist dies auf bewusste Investitionen zurückzuführen. Das Unternehmen erhöhte seine Ausgaben für die Produktentwicklung, die internationale Expansion und den Erwerb neuer Lizenzen.
Bitpanda erweitert Kryptowährungsplattform
Letztes Jahr machte Bitpanda auch mit neuen Produkten bedeutende Fortschritte. So führte die Plattform Margin Trading für über 100 Kryptowährungen ein. Dabei können Investoren Geld leihen, um größere Positionen zu eröffnen.
Zusätzlich wuchs das Gesamtangebot auf über 650 digitale Assets. Auch wurde Staking für mehr als 50 Kryptowährungen hinzugefügt, darunter Ethereum (ETH) und Cardano (ADA). Nutzer setzen dabei ihre Kryptowährungen ein, um ein Blockchain-Netzwerk zu sichern und Belohnungen zu verdienen.
Des Weiteren führte Bitpanda eine eigene Web3-Wallet ein. Damit können Nutzer ihre Kryptowährungen selbst verwahren und direkt mit Blockchain-Anwendungen interagieren.
Neue Lizenzen und internationale Expansion
Auch im Bereich der Regulierung machte Bitpanda Fortschritte. Das Unternehmen erwarb eine europäische MiCA-Lizenz und erhielt zudem Kryptolizenzen im Vereinigten Königreich und in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Mit diesen Genehmigungen plant das Unternehmen, über Europa hinaus zu expandieren. Bitpanda fokussiert sich dabei auf neue Märkte wie Lateinamerika und die Asien-Pazifik-Region.
Auch Aktien und Edelmetalle im Angebot
Seit Januar können Nutzer der Plattform auch mit über 10.000 Aktien und ETFs handeln. Bereits seit 2019 ist der Handel mit Edelmetallen wie Gold und Silber möglich.
Die Nutzer müssen also nicht mehr zwischen verschiedenen Apps wechseln, um ein diversifiziertes Portfolio aufzubauen. Alles befindet sich unter einem Dach.
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