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BitGo steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal 2026 um fast 80 Prozent. Dennoch blieb das börsennotierte Kryptounternehmen in den roten Zahlen. Eine Wertminderung digitaler Vermögenswerte und niedrigere Margen belasteten das Ergebnis deutlich.
Der Umsatz lag bei 4,3 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieb ein Nettoverlust von 19 Millionen Dollar. Gegenüber dem ersten Quartal ist das dennoch eine deutliche Verbesserung.
Ein wesentlicher Grund für den Verlust war die Wertminderung der digitalen Vermögenswerte im Bestand von BitGo. Daraus verbuchte das Unternehmen einen unrealisierten Verlust von 18,8 Millionen Dollar.
Ein solcher Verlust entsteht, wenn Vermögenswerte an Wert verlieren, aber noch nicht verkauft wurden. Er besteht damit zunächst nur auf dem Papier.
Ein Jahr zuvor hatte dieser Effekt noch zugunsten von BitGo gewirkt. Damals erzielte das Unternehmen auf seine digitalen Vermögenswerte einen unrealisierten Gewinn von 55,8 Millionen Dollar. Dieser starke Unterschied belastete im abgelaufenen Quartal das Endergebnis erheblich.
Gleichzeitig ist eine klare Verbesserung erkennbar. Im ersten Quartal 2026 hatte BitGo noch einen Nettoverlust von 60,7 Millionen Dollar ausgewiesen. Der Umsatz stieg anschließend gegenüber diesem Quartal um 14,7 Prozent.
BitGo bietet Infrastruktur und Finanzdienstleistungen für digitale Vermögenswerte an. Das Unternehmen unterstützt unter anderem professionelle Marktteilnehmer bei Verwahrung, Verwaltung und Handel von Kryptoanlagen.
CEO Mike Belshe räumte bei der Vorlage der Quartalszahlen ein, dass die finanzielle Entwicklung hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Das starke Umsatzwachstum schlug sich nicht in einer vergleichbaren Verbesserung der Profitabilität nieder.
Gründe dafür waren unter anderem niedrigere Margen und ein ungünstigerer Umsatzmix. Bei bestimmten Transaktionen am Spotmarkt fielen die Spreads etwa geringer aus. Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Je kleiner diese Spanne ist, desto weniger kann BitGo an einer solchen Transaktion verdienen.
Auch Derivate brachten weniger ein. Dabei handelt es sich um Finanzprodukte, deren Wert an eine andere Anlage gekoppelt ist, etwa Bitcoin (BTC).
Die Zahlen zeigen damit, dass der Umsatz allein nicht das ganze Bild liefert. Für BitGo ist vor allem entscheidend, wie viel dem Unternehmen am Ende je Transaktion und Dienstleistung bleibt.
BitGo arbeitet derweil daran, die Kosten zu senken. Im Juni wurde die Belegschaft um rund 15 Prozent reduziert. Die finanziellen Auswirkungen sollen ab dem dritten Quartal stärker sichtbar werden.
Das Unternehmen rechnet damit, durch den Schritt jährlich rund 15 Millionen Dollar an zahlungswirksamen Kosten einzusparen. Dadurch sollen die Gesamtkosten im dritten Quartal niedriger ausfallen.
Zugleich hat BitGo ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 50 Millionen Dollar genehmigt. Damit kann das Unternehmen eigene Aktien am Markt zurückkaufen.
Anleger reagierten verhalten auf die Zahlen. Die BitGo-Aktie (BTGO) schloss am Mittwoch noch 0,6 Prozent höher bei 4,99 Dollar, gab anschließend im nachbörslichen Handel jedoch nach. Daten von Yahoo Finance zufolge fiel der Kurs um 1,8 Prozent auf 4,90 Dollar.
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