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Die belgische Finanzaufsicht FSMA hat Verbraucher vor sechs Kryptounternehmen gewarnt, die nach Angaben der Behörde in Belgien ohne die erforderliche MiCA-Lizenz aktiv sind. Die Warnung kommt kurz nach dem Auslaufen der europäischen Übergangsfrist für die neuen Kryptoregeln am 1. Juli. Damit wird deutlich, dass Aufseher Anbieter ohne Zulassung nicht mehr nur verwarnen, sondern auch gegen sie vorgehen.

MiCA-Durchsetzung beginnt mit sechs Anbietern

Nach Angaben der FSMA verfügen Aurum Foundation, Bank Bit, Bithf Pro, Dxago, Global Dynamic Trade und ZeriaFunding nicht über die erforderliche Zulassung, um in Belgien Kryptodienste anzubieten. Die Aufsicht hat die Unternehmen auf ihre Warnliste gesetzt und rät Verbrauchern ausdrücklich, deren Dienste nicht zu nutzen.

Seit dem Ende der Übergangsfrist müssen Anbieter von Kryptodiensten in der Europäischen Union über eine gültige Zulassung nach der europäischen Krypto-Regulierung verfügen. Ein laufender Lizenzantrag reicht dafür nicht aus. Ohne Genehmigung dürfen Unternehmen ihre Dienste europäischen Kunden grundsätzlich nicht mehr anbieten.

Die FSMA fordert Verbraucher daher auf, vorab zu prüfen, ob ein Anbieter im offiziellen europäischen Register zugelassener Krypto-Dienstleister aufgeführt ist.

Was bedeutet eine MiCA-Lizenz?

Die europäische Krypto-Regulierung, besser bekannt als <a href=“https://newsbit.nl/basis-uitleg/wat-is-mica/“>Was ist MiCA?</a>, trat Ende 2024 vollständig in Kraft. Die Übergangsfrist lief Anfang Juli aus, damit werden die Regeln nun in der gesamten Europäischen Union durchgesetzt.

Eine MiCA-Lizenz erlaubt Unternehmen, verschiedene Kryptodienste anzubieten. Das reicht von der Verwahrung und dem Handel mit Coins bis zum Betrieb von Handelsplattformen, der Ausführung von Aufträgen, der Portfolioverwaltung und der Anlageberatung.

Die FSMA betont allerdings, dass eine Zulassung keinen Schutz vor Anlagerisiken bietet. Der Wert von Kryptoanlagen kann stark schwanken, sodass Anleger innerhalb kurzer Zeit einen großen Teil ihres Einsatzes verlieren können. Auch mangelnde Liquidität kann dazu führen, dass Coins nicht unmittelbar verkauft werden können. Zudem fallen Kryptoanlagen in der Regel nicht unter eine Entschädigungsregelung, wenn ein Anbieter insolvent wird.

Europäische Aufseher erhöhen den Druck

Die belgische Warnung ist kein Einzelfall. Nach Ablauf der Übergangsfrist verfügten 244 Krypto-Dienstleister in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum über eine MiCA-Lizenz. Die europäische Aufsichtsbehörde ESMA stellte klar, dass Anbieter ohne Zulassung europäische Kunden ab sofort nicht mehr bedienen dürfen.

Die neuen Regeln wirken sich inzwischen auf die gesamte Branche aus. So zog Binance Ende Juni seinen Lizenzantrag in Griechenland zurück. Die Handelsplattform erklärte, das Verfahren lieber in einem anderen Mitgliedstaat fortsetzen zu wollen, um von dort aus den europäischen Markt zu bedienen. Nach Angaben von Binance können Nutzer während dieser Übergangsphase vorübergehend durch die Anpassungen beeinträchtigt werden.

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