Die bemerkenswerte Resilienz von Bitcoin (BTC) in den letzten Wochen hat eine scharfe Kehrtwende bei einem der meistbeobachteten Analysten in der Kryptowelt verursacht. Ki Young Ju, Gründer und CEO des On-Chain-Analyseplattform Cryptoquant, sagte zuvor, dass der Bullenmarkt vorbei sei. Nun revidiert er seine Meinung und erkennt an, dass institutionelle Zuflüsse das Spielfeld erheblich verändern. Am 9. Mai schrieb er auf X: „Vor zwei Monaten sagte ich, dass der Bullenzyklus vorbei sei, aber ich lag falsch. Der Verkaufsdruck auf Bitcoin nimmt ab und es kommen massive Zuflüsse über ETFs.“
Grundlegende Veränderung in der Marktstruktur
Diese Revision spiegelt wider, was Ju als eine grundlegende Transformation in der Marktstruktur von Bitcoin sieht. Er beschrieb die frühere Marktdynamik als vorhersehbar und hauptsächlich angetrieben von zyklischen Verkäufen großer Halter.
„Früher war der Bitcoin-Markt ziemlich einfach. Die Hauptakteure waren alte Whales, Miner und neue Einzelinvestoren, die eigentlich ständig den ‚Sack‘ untereinander weiterreichten. Wenn die Liquidität der Einzelhändler austrocknete und alte Whales zu verkaufen begannen, war es relativ einfach, den Höhepunkt des Zyklus vorherzusagen. Es ähnelte einem Stuhltanz; jeder versuchte gleichzeitig auszusteigen, und diejenigen, die das nicht taten, blieben auf ihren Positionen sitzen“, schrieb er in seinem Beitrag auf X.
Was ist jetzt anders?
Jetzt wird der Bitcoin-Markt laut Ju von einer viel breiteren Palette von Teilnehmern geformt, was frühere Modelle irrelevant macht. Der Markt ist vielfältiger und komplexer geworden, mit börsennotierten Fonds (ETFs), Unternehmen wie Strategy von Michael Saylor, institutionellen Investoren und sogar Regierungsbehörden, die erwägen, BTC zu kaufen. Diese breitere institutionelle Beteiligung bedeutet, dass Marktkreisläufe weniger vorhersehbar werden, da große Parteien mit tiefen Taschen nun eine größere Rolle spielen.
„Statt sich über alte Whales zu sorgen, die verkaufen, ist es jetzt wichtiger zu beobachten, wie viel neue Liquidität durch Institutionen und ETFs hereinkommt, da diese neuen Zuflüsse sogar starke Whale-Verkäufe übertreffen können.“
Trotz seines zurückgekehrten Optimismus gab Ju doch eine vorsichtige Einschätzung der kurzfristigen Aussichten: „Ehrlich gesagt denke ich immer noch, dass der Markt etwas träge ist, während er diese neue Liquidität absorbiert. Die meisten Indikatoren hängen an der Grenze. Es fühlt sich derzeit nicht wie ein klarer Bullen- oder Bärenmarkt an. Natürlich ist die jüngste Kursbewegung extrem bullish, aber ich spreche über den Gewinnnahmeverlauf.“
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