Die Kryptoindustrie hat in diesem Jahr viele wichtige Meilensteine erreicht, darunter die Einführung von Bitcoin (BTC)– und Ethereum (ETH)-Spot-ETFs in den Vereinigten Staaten. Diese Fonds brachten Wall Street mit historischen Zuflüssen die weltweit größten Kryptowährungen näher.
Mittlerweile liegen zahlreiche Anträge für verschiedenste Krypto-ETFs vor, und Bloomberg-Analysten sind zuversichtlich, dass in naher Zukunft viele Genehmigungen erfolgen werden.
Eine Welle von Krypto-ETFs in Sicht?
Im Januar wurde Geschichte geschrieben, als eine Reihe von Bitcoin-Spot-ETFs eingeführt wurde. Die Fonds feierten ein beeindruckendes Debüt und gehörten zu den erfolgreichsten ETF-Starts aller Zeiten.
Im Juli folgte die Einführung einer Reihe von Ethereum-ETFs an den US-Börsen. Obwohl deren Start weniger spektakulär verlief, haben auch diese Fonds mittlerweile große Fortschritte gemacht.
Inzwischen hat die Securities and Exchange Commission (SEC) eine Flut von Anträgen für weitere Krypto-ETFs erhalten. Die Bloomberg-Analysten Eric Balchunas und James Seyffart sind optimistisch, dass im kommenden Jahr eine Welle von Genehmigungen bevorsteht. „Wenn auch nicht alle auf einmal,“ schrieb Balchunas auf der Plattform X.
Die beiden Experten gehen davon aus, dass zunächst Fonds genehmigt werden, die sowohl Bitcoin als auch Ethereum abdecken. Der Krypto-Vermögensverwalter Bitwise hat beispielsweise letzten Monat einen Antrag für ein solches Fondsmodell eingereicht.
Als Nächstes könnte Litecoin (LTC) an der Reihe sein. Canary Capital reichte im Oktober einen entsprechenden Antrag ein. Da das Netzwerk als Abspaltung von Bitcoin gilt – eine schnellere und leichtere Version – besteht kein Zweifel daran, dass es ebenso wie Bitcoin als Rohstoff eingestuft wird. Dies könnte die Tür für eine schnelle Genehmigung des Fonds öffnen.
Canary Capital plant zudem einen ETF für Hedera (HBAR). Da diese Altcoin in laufenden Rechtsverfahren nicht als Wertpapier eingestuft wurde, könnte laut den Analysten auch dieser ETF bald Realität werden.
Erst danach könnten Fonds für Ripple’s XRP und Solana (SOL) folgen. Für diese wurden zwar zahlreiche Anträge eingereicht, beide Token werden jedoch von der SEC als Wertpapiere klassifiziert.
„Sowohl der Solana- als auch der XRP-ETF müssen warten, bis die neue SEC-Verwaltung das Ruder übernimmt, bevor sie ernsthaft in Betracht gezogen werden können. Selbst dann müssen möglicherweise zunächst komplexe rechtliche Fragen zu ihrem Status als Wertpapiere geklärt werden,“ schrieb Balchunas.
Pro-Krypto-Ära unter Trump
Obwohl die SEC in diesem Jahr Bitcoin- und Ethereum-ETFs genehmigt hat, war dieser Prozess alles andere als einfach. Die Aufsichtsbehörde hat der Branche seit Jahren mit strengen und undurchsichtigen Maßnahmen zu schaffen gemacht.
Mit der neuen Trump-Administration zeichnet sich jedoch eine andere Strategie ab. Trump hat versprochen, die Branche voranzubringen, anstatt sie zu behindern. Er hat dieses Versprechen bereits eingelöst, indem er den Krypto-Befürworter Paul Atkins als Nachfolger von Gary Gensler zum SEC-Chef ernannt hat.
Hätten die Trump-Wahlen einen anderen Ausgang genommen, wären die Bloomberg-Analysten vermutlich weit weniger optimistisch hinsichtlich der Genehmigung weiterer Krypto-ETFs.
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