Der Bitcoin (BTC) Kurs hat am Wochenende ein neues Rekordhoch erreicht. Nach Wochen steigender ETF-Zuflüsse und eines schwächer werdenden US-Dollars wirkt die größte Kryptowährung bereit für den nächsten Schritt. Doch wie weit kann der Kurs noch steigen? Analysten sehen Spielraum für einen Ausbruch in Richtung 150.000 US-Dollar.
Bitcoin knackt neues Rekordhoch
Gestern erreichte Bitcoin ein neues Rekord von über 125.000 US-Dollar; zudem wurde mit 123.543 US-Dollar die höchste wöchentliche Schlussnotierung aller Zeiten verzeichnet. Mehrere Analysten sprechen von einer „impulsiven Bewegung“, die den Beginn einer neuen Phase im Bullrun markiert.
Der Krypto-Analyst CrediBULL Crypto erklärte gestern auf X, „die nächste Etappe auf 150.000 US-Dollar oder mehr hat begonnen“. Seiner Ansicht nach wäre ein kurzer Rücksetzer in den Bereich zwischen 108.000 und 118.000 US-Dollar „eher eine Chance als ein Grund zur Sorge“. Auch andere Trader wie Crypto Chase erwarten, dass mögliche Rückgänge begrenzt bleiben.
Auch James Wynn, ein aktiver Trader auf der Plattform Hyperliquid, schrieb, die Preisfindung habe jetzt wirklich begonnen. Er verwies auf die lange Phase des Preisdrucks, in der seiner Meinung nach andere Märkte wie Gold und Aktien die Aufmerksamkeit auf sich zogen.
Bitcoin profitiert vom US-Shutdown
Der Anstieg um satte 11 Prozent innerhalb einer Woche wird teilweise der anhaltenden Unsicherheit in den Vereinigten Staaten zugeschrieben. Seit dem 1. Oktober steht ein Teil der US-Regierung wegen eines Shutdowns still.
„Wegen des Shutdowns und des Drucks auf den Dollar sehen Anleger Bitcoin als sicheren Hafen“, sagte Jeff Mei von der Kryptobörse BTSE. Seiner Ansicht nach fließt Kapital in Bitcoin, da der Dollar an Wert verliert und neue Zinssenkungen näher rücken.
Der US-Dollar erlebt das schwächste Jahr seit Jahrzehnten. Der Dollar-Index, der den Wert des Dollars mit anderen Währungen vergleicht, ist seit Januar um mehr als zwölf Prozent gefallen.
Gigantische Zuflüsse in Bitcoin-ETFs
Auch die starken Zuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs spielen eine Rolle. Anleger sehen Bitcoin laut Investor Will Clemente zunehmend als Alternative zu Rohstoffen und Aktien. Laut Zahlen von Farside flossen in der vergangenen Woche mehr als 3,2 Milliarden US-Dollar in die Fonds – die zweitbeste Woche seit ihrer Einführung.
Hinzu kommt, dass der Oktober historisch gesehen ein starker Monat für Bitcoin ist. In zehn der vergangenen zwölf Jahre legte der Kurs in diesem Monat zu. Charles Edwards von Capriole Investments erwartet, dass ein Ausbruch über 120.000 US-Dollar „schnell zu einer Bewegung in Richtung 150.000“ führen kann.
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