Ein Bundesgericht in Boston hat Trung Nguyen aus Danvers (Massachusetts) zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, gefolgt von drei Jahren Überwachung, für das Betreiben eines geheimen Dienstes, der Bargeld in Bitcoin umwandelte, ohne die erforderlichen Anti-Geldwäsche-Kontrollen durchzuführen.
Darüber hinaus hat der US-Richter Richard Stearns auch eine Einziehung von 1,5 Millionen Dollar verhängt gegen Trung Nguyen.
Dienst versteckt hinter Verkaufsautomaten
Nguyen führte seine Wechselbüroaktivitäten unter dem Deckmantel eines Automatenunternehmens durch. Er hatte durch einen Online-Kurs gelernt, wie er:
- Es wurden fiktive Lieferantenlisten verwendet;
- Vermeiden Sie nach Möglichkeit den Begriff „Bitcoin“.
- Bareinzahlungen in kleinere Beträge aufgeteilt;
- Habe mehrere Tage und Bankfilialen damit verbracht, der Entdeckung zu entgehen.
Diese Methode ermöglichte es ihm, mehr als 1 Million Dollar in Bargeld umzusetzen, ohne sich beim Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) zu registrieren, wie es die US-amerikanischen Anti-Geldwäsche-Vorschriften verlangen.
Kundenkreis und Undercover-Operation
Zu Nguyens Kunden zählten sowohl Betrüger, die selbst Opfer von ausländischen Scams waren, als auch ein Drogenhändler, der 2018 über zehn separate Transaktionen insgesamt 250.000 Dollar bar einzahlte. Er traf sich oft persönlich mit Auftraggebern, was Undercover-Agenten die Möglichkeit gab, ihn auf frischer Tat zu ertappen.
In der Anklage vom Mai 2023 beschrieb die Staatsanwaltschaft, wie Nguyen bei Treffen mit Agenten Bargeld annahm und im Gegenzug Bitcoin verschickte, mit einer Provision von etwa 5 %.
Prozessverlauf und Urteil der Jury
- Juni 2023: Nguyen plädierte in allen Anklagepunkten (illegale Geldtransaktionen und zwei Fälle von Geldwäsche) auf nicht schuldig.
- November 2024: Die Jury befindet ihn des Betriebs einer illegalen Wechselstube und der Geldwäsche für schuldig. Eine zweite Anklage wegen Geldwäsche wurde fallen gelassen.
Signal an Geldwäscher
Mit der schweren Haftstrafe und der Millionenstrafe sendet das Justizministerium ein klares Signal: Wer die US-amerikanischen Anti-Geldwäsche-Gesetze mit Bitcoin-Transaktionen umgeht, erhält strenge Strafen und obligatorische Einziehungen.
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