Die Welt der Artificial Intelligence (AI) boomt. Eine Entwicklung, die früher vor allem mit viel Skepsis betrachtet wurde, hat sich inzwischen zu einem gigantischen Markt entwickelt. So stark sogar, dass der größte AI-Chip‑Lieferant Nvidia mit der Nachfrage nicht mehr hinterherkommt. Die Folge: Kunden suchen diese Produkte zunehmend anderswo – in der Regel bei der Konkurrenz. Kurz gesagt: Probleme für Nvidia und ein Schub unter anderem für Google.
Nvidia hat in diesem Monat bereits 17 Prozent eingebüßt
Seit Beginn dieses Monats gerät der Chip-Hersteller Nvidia an der Börse merklich ins Straucheln. Während der Kurs am 3. November noch bei 211 US‑Dollar je Aktie lag, ist er inzwischen auf rund 174 US‑Dollar abgesackt – ein Rückgang von gut 17 Prozent. Heute korrigierte die Aktie sogar um etwa 5,5 Prozent, wodurch Nvidia laut dem X-Account von The Kobeissi Letter sage und schreibe 250 Milliarden US‑Dollar an Marktkapitalisierung verlor.

In den vergangenen Wochen hatte die Tech-Aktie also schwer zu kämpfen. Analysten sehen verschiedene Gründe für die heftigen Korrekturen. So galt das Papier zuvor als deutlich „overbought“, wodurch der Kurs im Verhältnis zum tatsächlichen Unternehmenswert nicht mehr als realistisch eingeschätzt wurde.
Außerdem steigt die Nachfrage nach AI‑Chips Jahr für Jahr um rund 50 bis 70 Prozent. Nvidia hält bislang den größten Marktanteil und deckt etwa 90 Prozent der gesamten Nachfrage ab. Der Rest entfällt auf Wettbewerber. Doch bei einer Nachfrage, die schneller wächst als die Produktion, wird die Versorgung nahezu des gesamten Marktes zunehmend schwieriger.
Google will sich Marktanteile sichern
Der heutige Kursrutsch wurde vor allem dadurch ausgelöst, dass bekannt wurde: Meta, der Mutterkonzern unter anderem von Facebook, erwägt, künftig AI‑Chips von Google zu nutzen.
Derzeit sollen Gespräche zwischen den beiden Unternehmen über Chips für deren Rechenzentren laufen. Mit den Lieferungen, die ab 2027 beginnen sollen, sind Milliardenbeträge verbunden.
Darüber hinaus will Meta ab dem kommenden Jahr auch Chips von Google Cloud mieten. Google hat seine Strategie kürzlich geändert und verkauft seine eigenen Rechenzentrums‑Chips nicht mehr nur für den Eigenbedarf, sondern auch an Dritte. Mit immer mehr Verträgen mit Unternehmen, die auf diese Chips setzen, rechnet Google damit, Nvidia rund 10 Prozent Marktanteil abnehmen zu können.
Die Sorgen von Nvidia und seinen Aktionären sind daher durchaus berechtigt. Meta hatte seinerseits bereits im August einen Deal mit Google über die Nutzung seiner Cloud‑Services geschlossen. Dieser Vereinbarung lag ein Volumen von 10 Milliarden US‑Dollar zugrunde.
Bernie Sanders fordert Verbot superintelligenter KI – bis zu 20 Jahre Haft
Bernie Sanders will superintelligente KI verbieten. Wer gegen das Verbot verstößt, riskiert in den USA eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren.
OpenAI stellt GPT-6 vor: großer Schritt Richtung AGI
OpenAI stellt GPT-6 Astra vor. Das leistungsfähige Modell markiert einen Schritt Richtung AGI, erledigt komplexe Aufgaben eigenständig und bringt Cyberrisiken mit sich.
KI-Wettlauf verschärft sich: Google und Meta präsentieren neue Modelle
Google und Meta haben im Abstand von nur wenigen Stunden neue KI-Modelle vorgestellt. Wer liegt im großen Wettbewerb derzeit vorn?
Meist gelesen
Google Gemini prognostiziert XRP-Kurs für den 1. September 2026
Google Gemini geht davon aus, dass XRP bis zum 1. September weiter zulegen könnte, warnt aber auch vor einer möglichen Korrektur auf 1,20 Dollar.
Elon Musks Grok nennt XRP-Kursziel für den 1. September
Grok erwartet für den 1. September einen XRP-Kurs von 1,65 Dollar, im besten Fall 2 Dollar. Zunächst muss die Zone um 1,55 Dollar halten.
Ethereum, XRP und Solana fallen nach Höchstständen seit Januar – morgen wird entscheidend
Der Kryptomarkt hat in dieser Woche kräftig zugelegt, nun legen die Kurse eine Verschnaufpause ein. Der morgige Tag wird entscheidend.
