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Apple arbeitet mit Alibaba an künstlicher Intelligenz, die speziell auf den chinesischen Markt zugeschnitten ist. Damit verfolgt der US-Technologiekonzern einen anderen Ansatz als in vielen westlichen Ländern. Die strengen chinesischen Vorgaben erschweren es, ausländische KI-Dienste ohne Anpassungen einzuführen.
Für Apple steht viel auf dem Spiel. Chinesische Smartphone-Hersteller integrieren in hohem Tempo neue KI-Funktionen in ihre Geräte, während Apple sein eigenes KI-Angebot in China noch nicht vollständig ausrollen konnte. Alibaba soll helfen, diesen Rückstand zu verringern.
Das KI-Modell wird Berichten zufolge mit Unterstützung von Alibaba trainiert und soll für Apples Geschäft in China eingesetzt werden. Apple und Alibaba haben sich zu den Berichten bislang nicht öffentlich geäußert.
Die Zusammenarbeit ist bemerkenswert. Apple versucht normalerweise, Hardware und Software so weit wie möglich im eigenen Ökosystem zu halten. Bei künstlicher Intelligenz erweist sich das als schwieriger.
Vor allem China stellt eine Herausforderung dar. Ausländische KI-Dienste können dort nicht ohne Weiteres so angeboten werden wie in den USA oder Europa. Unternehmen müssen lokale Vorgaben berücksichtigen, unter anderem zu Daten und zu den Inhalten, die KI-Systeme erzeugen dürfen.
Ein chinesischer Partner kann daher eine wichtige Rolle spielen. Alibaba verfügt über eigene KI-Modelle, große Rechenkapazitäten und umfassende Kenntnisse des lokalen Marktes. Damit kann der Konzern Apple dabei unterstützen, KI-Funktionen anzubieten, die den chinesischen Anforderungen entsprechen.
Apple tritt zudem in einen Markt ein, in dem die lokale Konkurrenz schnell wächst. Nach Angaben des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie waren bis Ende 2024 bereits mehr als 200 große Sprachmodelle in China entwickelt worden.
Auch chinesische Smartphone-Hersteller investieren massiv in künstliche Intelligenz. Das erhöht den Druck auf Apple, vergleichbare Funktionen auf das iPhone zu bringen.
Bei der Zusammenarbeit mit Alibaba geht es daher um mehr als nur ein einzelnes KI-Modell. Apple kann damit eine eigene technologische Basis für China aufbauen und sich weniger abhängig von KI-Systemen machen, die für den US-amerikanischen oder europäischen Markt entwickelt wurden.
Eine solche separate Infrastruktur bringt allerdings zusätzlichen Aufwand mit sich. Apple muss sicherstellen, dass die Technologie zuverlässig funktioniert, ausreichend Rechenleistung verfügbar ist und zugleich die chinesischen Vorschriften eingehalten werden.
Für Nutzer könnte das am Ende bedeuten, dass dasselbe iPhone je nach Land unterschiedlich funktioniert.
Ein in China verkauftes Gerät kann äußerlich nahezu identisch mit einem europäischen oder amerikanischen iPhone sein. Im Hintergrund könnten jedoch andere KI-Modelle laufen und andere Technologieunternehmen eingebunden sein.
Das zeigt, wie schnell sich der globale KI-Markt fragmentiert. In den USA prägen Unternehmen wie OpenAI, Google und Anthropic den Markt, während China ein eigenes Ökosystem aus KI-Modellen und Infrastruktur aufbaut. Auch die Regulierung unterscheidet sich je nach Region erheblich.
Für Apple wird damit eine einheitliche globale KI-Strategie immer schwieriger. Stattdessen dürfte der Konzern seine Technologie zunehmend an lokale Märkte anpassen müssen. In China könnte Alibaba dabei eine Schlüsselrolle übernehmen.
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