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Meta rückt in der Nacht in den Fokus. Konzernchef Mark Zuckerberg eröffnet die Meta Connect 2026, Anleger werden genau verfolgen, welche neuen Schritte der Technologiekonzern bei künstlicher Intelligenz und smarten Brillen ankündigt. Vor allem der rasante Aufstieg des KI-Assistenten Muse hat die Erwartungen an die Keynote deutlich erhöht.
Die Veranstaltung findet für Meta zu einem wichtigen Zeitpunkt statt. Der Konzern erzielt den Großteil seiner Erlöse weiterhin mit Werbung, will sich zugleich aber stärker als einer der führenden Akteure im KI-Wettbewerb positionieren. Connect dürfte zeigen, wie Zuckerberg diesen Anspruch in Produkte übersetzen will, die von Hunderten Millionen Verbrauchern genutzt werden.
Einer der wichtigsten Namen in dieser Nacht ist Muse. Meta hat seinen persönlichen KI-Assistenten Anfang des Monats in den USA eingeführt. Die Software kann nicht nur Fragen beantworten, sondern auch eigenständig Aufgaben erledigen.
Muse kann unter anderem Reisen buchen, E-Mails verschicken und Käufe ausführen. Nutzer legen selbst fest, auf welche Dienste die KI zugreifen darf, sensible Aktionen müssen sie zuvor freigeben. Meta sieht die Anwendung als ersten Schritt hin zu persönlicher KI, die immer mehr alltägliche Aufgaben übernehmen kann.
Der Start hat an der Wall Street Aufmerksamkeit geweckt. Muse stieg nach der Einführung in den US-App-Store-Charts schnell nach oben, mehrere Analysten sehen für Meta langfristig Chancen, mit Abonnements und Transaktionen Geld zu verdienen. Der starke Auftakt hat auch den Optimismus rund um die Meta-Aktie gestützt.
Genau deshalb sind die Erwartungen in dieser Nacht hoch. Anleger wollen wissen, ob Meta weitere Details zur Nutzung von Muse nennt und wie schnell der Konzern den Dienst weiter ausrollen will. Auch mögliche Verbesserungen an Muse Spark, dem KI-Modell hinter dem Assistenten, dürften Beachtung finden.
Positive Signale zur Nutzung und zu den Möglichkeiten von Muse könnten das Vertrauen stärken, dass Meta neben dem Werbegeschäft einen neuen Wachstumstreiber aufbaut. Enttäuschende Neuigkeiten könnten dagegen stärker ins Gewicht fallen, weil ein Teil dieses Optimismus bereits in den Erwartungen der Anleger steckt.
Muse ist nicht der einzige Schwerpunkt. Bei Meta Connect geht es offiziell auch um KI-Brillen, Virtual Reality und weitere neue Technologien. Besonders wichtig könnte die Verbindung von künstlicher Intelligenz mit einer Brille werden.
Meta hat über die Zusammenarbeit mit Ray-Ban bereits Erfahrung in diesem Markt. Der Konzern sieht tragbare Geräte als Möglichkeit, KI deutlich unmittelbarer in den Alltag zu integrieren. Zudem soll Muse nach Angaben von Meta bald auf KI-Brillen verfügbar sein.
Damit rückt eine engere Verzahnung von Muse und Metas Brillen als naheliegendes Thema für die Keynote in den Vordergrund. Statt ständig zum Smartphone zu greifen, könnten Nutzer einem KI-Assistenten über ihre Brille Aufträge geben und Informationen abrufen.
Auch neue Hardware könnte vorgestellt werden. Im Vorfeld von Connect wird unter anderem über neue smarte Brillen und weitere Entwicklungen im Bereich Mixed Reality spekuliert. Welche Produkte Meta tatsächlich präsentiert, ist vorab nicht bestätigt.
Für Anleger geht es dabei nicht nur um beeindruckende Technologie. Entscheidend ist, ob Meta Produkte entwickeln kann, die in großem Maßstab genutzt werden und am Ende neue Erlöse bringen.
Darin liegt zugleich das Risiko für die Meta-Aktie. Die Erwartungen an Muse sind in kurzer Zeit deutlich gestiegen. Analysten haben positiv auf die ersten Nutzungszahlen reagiert und sehen Chancen, dass Meta rund um KI eine wichtige Verbraucherplattform aufbaut.
Eine überzeugende Präsentation könnte diese Einschätzung weiter stützen. Vor allem neue Informationen zu Muse, smarten Brillen und den kommerziellen Möglichkeiten beider Produkte dürften von Anlegern positiv aufgenommen werden.
Zuckerberg muss aber auch zeigen, dass sich Metas enorme KI-Investitionen langfristig auszahlen. Der Konzern steckt Milliarden in Infrastruktur und KI, während der Wettbewerb intensiv bleibt. Alphabet und OpenAI arbeiten ebenfalls an KI-Assistenten und anderen Anwendungen, die immer mehr Aufgaben eigenständig erledigen können.
Deshalb könnte selbst eine Keynote voller neuer Technologie nicht ausreichen, wenn konkrete Fortschritte ausbleiben. Nach den stark gestiegenen Erwartungen rund um Muse werden Anleger vor allem nach Hinweisen suchen, dass Meta seine KI-Produkte in dauerhaftes Wachstum verwandeln kann.
Die Keynote der Meta Connect beginnt in Deutschland in der Nacht von Mittwoch, dem 23. September, auf Donnerstag, den 24. September, um 1.00 Uhr deutscher Zeit. In Kalifornien startet die Veranstaltung am Mittwoch um 16.00 Uhr Pacific Time. Wegen des Zeitunterschieds von neun Stunden tritt Zuckerberg für Zuschauer in Deutschland also erst nach Mitternacht auf. Meta bestätigt, dass Connect am 23. und 24. September stattfindet und Zuckerberg die Keynote hält.
Am Donnerstag, dem 24. September, folgt die Developer State of the Union. Diese Präsentation ist für Zuschauer in Deutschland deutlich leichter zu verfolgen und beginnt um 19.00 Uhr deutscher Zeit, also um 10.00 Uhr Pacific Time.
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