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Die Vereinigten Staaten versuchen, Chinas technologischen Aufstieg zu bremsen. Für multinationale Konzerne wird es jedoch immer schwieriger, chinesische Technologie zu umgehen. Von KI über Elektroautos bis hin zu Batterien sind chinesische Unternehmen längst nicht mehr nur günstige Produzenten. Sie liefern zunehmend Technologien, die globale Unternehmen brauchen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Apple arbeitet in China im KI-Bereich mit Alibaba und Baidu zusammen. Ford nutzt Batterietechnologie von CATL. Volkswagen kooperiert mit Xpeng bei intelligenten Elektroautos, und Stellantis baut die Zusammenarbeit mit Leapmotor weiter aus.

Darin zeigt sich eine deutliche Verschiebung. Früher gingen Unternehmen vor allem nach China, um dort Produkte zu verkaufen oder günstig zu produzieren. Heute suchen sie dort immer häufiger nach Technologie.
Analysten zufolge hat sich China in mehreren Branchen zu einer ernst zu nehmenden Technologiemacht entwickelt. Bei Elektroautos ist das bereits deutlich sichtbar. Chinesische Autobauer wie BYD, Changan und Chery kamen 2025 zusammen auf knapp 63 Prozent des weltweiten EV-Marktes. Chinesische Batteriehersteller wie CATL, BYD, CALB und Gotion erreichten gemeinsam einen Marktanteil von rund 70 Prozent.
Das verschafft China enorme Größenvorteile. Chinesische Unternehmen verbinden niedrige Kosten mit tiefen Lieferketten, schneller Produktentwicklung und hoher Produktionskapazität. Für internationale Konzerne ist das wirtschaftlich kaum zu ignorieren.
Besonders groß ist die Abhängigkeit bei Batterien. Ford baut etwa in Michigan eine Batteriefabrik für 3,5 Milliarden Dollar und setzt dabei auf Technologie von CATL. Eine solche Kooperation lässt sich nicht ohne Weiteres ersetzen. Batterien müssen über Jahre getestet, integriert und zertifiziert werden.
Auch bei KI gewinnt chinesische Technologie an Bedeutung. Häufig wird angenommen, Unternehmen setzten auf chinesische KI, weil sie günstiger sei. Eine IDC-Studie unter europäischen Unternehmen zeigt jedoch, dass Sicherheit, Compliance und Leistungsfähigkeit wichtigere Gründe für eine breite Einführung sind.
Chinesische KI-Unternehmen wie Alibaba und DeepSeek setzen zudem stark auf Open-Source-Modelle. Dadurch ist ihre Technologie für Entwickler weltweit leichter zugänglich als viele geschlossene Modelle amerikanischer Anbieter.

So entsteht ein bemerkenswertes Spannungsfeld. Die USA versuchen, China mit Exportbeschränkungen für Chips und Chipmaschinen auszubremsen. Der Druck scheint China jedoch zugleich dazu zu zwingen, schneller eigene Alternativen zu entwickeln.
Das bedeutet allerdings nicht, dass chinesische Technologie überall vorbehaltlos akzeptiert wird. In sensiblen Bereichen wie Hochleistungschips, Cybersicherheit, Verteidigung und nationaler Sicherheit bleibt der Widerstand groß. Dort wiegen geopolitische Risiken schwerer als wirtschaftliche Vorteile.
Die Nutzung chinesischer Technologie wird daher keine einfache Entscheidung zwischen vollständiger Blockade und uneingeschränkter Öffnung. Sie wird von Branche zu Branche abgewogen. Bei Batterien und in der Elektronikproduktion ist die Verschiebung bereits strukturell. In der KI läuft sie noch. Bei Automobilsoftware steht diese Entwicklung erst am Anfang.
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