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Palantir zählt an der Wall Street erneut zu den auffälligsten Werten. Die Aktie stieg in dieser Woche über 190 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit fast einem Jahr. Allein am Mittwoch legte der Kurs um mehr als 3,5 Prozent zu.

Hinter dem Anstieg stehen mehrere Entwicklungen. Palantir baut seine Präsenz bei Regierungen, im Verteidigungssektor und bei Unternehmen gleichzeitig aus. Genau diese Mischung scheint Anleger wieder stärker zu überzeugen.
Palantir-Chef Alex Karp sprach in dieser Woche mit den Präsidenten Polens und Litauens. Dabei ging es unter anderem um neue Investitionen und mögliche Technologiezentren an der Ostflanke der NATO. Litauen sieht sich sogar als mögliches regionales Zentrum für Verteidigungs- und Sicherheitstechnologie.
Das passt zu einer weiteren wichtigen Entwicklung. Die US-Armee vergab an Palantir einen Auftrag über 48,1 Millionen Dollar zur Modernisierung des Munitionsmanagements. Neun bestehende Systeme sollen durch eine zentrale Plattform für Planung, Lagerung und Verteilung ersetzt werden.
Damit profitiert Palantir weiterhin stark von höheren Verteidigungsausgaben und der wachsenden Nachfrage nach Software, mit der sich große Datenmengen verarbeiten lassen.
Palantir ist inzwischen jedoch weit mehr als ein reines Verteidigungsunternehmen. Chipotle bestätigte etwa, eine Plattform auf Basis von Palantirs Foundry-Software für Lebensmittelsicherheit zu testen.
Die Software bündelt Inspektionsergebnisse und weitere Gesundheitsdaten, um mögliche Probleme in einzelnen Restaurants schneller zu erkennen. Das klingt vielleicht weniger spektakulär als militärische KI.
Für die Palantir-Story sind genau solche Anwendungen aber wichtig. Sie zeigen, dass die Technologie auch außerhalb von Behörden und Verteidigung eingesetzt werden kann.
Zudem kündigte Palantir in dieser Woche Partnerschaften mit Nvidia, Nebius und Method Security an. Auch die Zusammenarbeit mit Fujitsu in Japan wird ausgeweitet. Der Markt sieht darin einen weiteren Beleg dafür, dass Palantirs Artificial Intelligence Platform immer breiter genutzt wird.
UBS und DA Davidson erhöhten daraufhin ihre Kursziele auf 250 Dollar. Beide verweisen unter anderem auf die beschleunigte Einführung der KI-Plattform und die Nachfrage nach sogenannter souveräner KI.
Das ist nun die zentrale Frage. Der Kurs liegt nicht mehr weit von dieser Marke entfernt, und der Nachrichtenfluss bleibt positiv. Am Ende müssen all diese Partnerschaften und Aufträge jedoch auch in Umsatz und Gewinn sichtbar werden.
Vorerst honoriert der Markt Palantirs wachsende Rolle in den Bereichen KI, Verteidigung und Unternehmenssoftware. Der Schritt in Richtung 200 Dollar wirkt damit greifbar. Ob die Aktie danach weiter zulegen kann, hängt vor allem davon ab, ob sich die hohen Erwartungen tatsächlich in den Zahlen niederschlagen.
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