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Bitcoin (BTC) steht erneut unter Druck aus den USA. Die börsengehandelten Fonds der Kryptowährung verzeichneten gestern Kapitalabflüsse von mehr als 400 Millionen Dollar. Damit floss an einem Tag mehr Geld ab, als in der Vorwoche zugeflossen war.

Schwächste Phase seit dem Start

Besonders bitter: Die Vorwoche war die erste Woche mit positiven Zahlen seit der zweiten Maiwoche gewesen. Zuvor hatten Anleger acht Wochen in Folge Geld aus den Bitcoin-ETFs abgezogen – mit Abstand die schwächste Serie seit dem Start im Januar 2024.

In diesen acht Wochen flossen rund 8,26 Milliarden Dollar aus den Börsenprodukten ab. In der vergangenen Woche kamen gut 197 Millionen Dollar hinzu, gestern lag der Nettoabfluss bei 424,7 Millionen Dollar. Es war damit der bislang schwächste Tag im Juli.

Am stärksten traf es Fidelity und BlackRock. Auf ihre Fonds FBTC und IBIT entfielen zusammen mehr als 430 Millionen Dollar, teilweise ausgeglichen durch Zuflüsse bei einigen kleineren Fonds.

Seit Jahresbeginn haben die Bitcoin-ETFs bereits rund 5,8 Milliarden Dollar verloren. Der Juni war mit einem Rekordabfluss von 4,51 Milliarden Dollar der schwächste Monat.

Dennoch verwalten die Fonds zusammen weiterhin 74,79 Milliarden Dollar. Seit dem Start beläuft sich der Nettozufluss auf 50,85 Milliarden Dollar. Die Marke von 50 Milliarden wurde im vergangenen Juli erreicht, anderthalb Jahre nach dem Start im Januar 2024.

Kurs hält sich über 60.000 Dollar

Je mehr Kapital aus den Fonds abfließt, desto mehr Bitcoin müssen verkauft werden. Das belastet den Kurs zwangsläufig. Dennoch hält sich der BTC-Kurs seit Februar über 60.000 Dollar, abgesehen von wenigen kurzen Ausreißern.

Der Grund: Bitcoin hat in diesem Bereich in den vergangenen Jahren eine starke Unterstützungszone aufgebaut. Wie kürzlich berichtet, zählt die Spanne zwischen 60.000 und 70.000 Dollar zur drittmeist gehandelten Preiszone der Geschichte.

Bitcoin befindet sich in einer sehr starken Unterstützungszone, die den Kurs bereits seit Langem auffängt. – Quelle: TradingView

Die oft zähe Kursentwicklung im Bullenmarkt sorgte damals für viel Frust, schuf zugleich aber eine deutlich stabilere Basis. Genau deshalb fällt es den Bären nun schwer, den Kurs weiter nach unten zu drücken.

Ob der Bitcoin-Kurs seinen Boden bereits erreicht hat, weiß niemand. Das Ende des Krypto-Winters scheint jedoch näher zu rücken. Die Belastung im Markt ist erheblich, was sich unter anderem daran zeigt, dass mehr als die Hälfte aller umlaufenden Bitcoins inzwischen im Minus liegt.

Das Analysehaus Glassnode erklärte in der vergangenen Woche , die Bodenbildung sei bereits im Gange. Allerdings müssten die Verkäufe der langfristigen Halter zunächst weiter nachlassen. Sollte Bitcoin seinen historischen Zyklen folgen, wäre das Tief rund um Oktober zu erwarten.

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