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Der Kurs von Bitcoin (BTC) scheint sich zwischen 60.000 und 70.000 US-Dollar festgesetzt zu haben. Seit mehr als 300 Tagen bewegt sich die größte Kryptowährung in dieser zähen Spanne – zum Ärger von Bullen wie Bären. Eine Handelsspanne für die Geschichtsbücher. Doch was heißt das konkret?
Bitcoin handelt seit 307 Tagen zwischen 60.000 und 70.000 US-Dollar. Glassnode-Daten zufolge ist das die drittlängste Phase, die der Coin jemals in einem Preiskorridor von 10.000 US-Dollar verbracht hat. Nur die Zonen von 10.000 bis 20.000 und von 20.000 bis 30.000 US-Dollar hielten Bitcoin noch länger gefangen.

Anfang Februar wurde der Kurs durch einen historischen Crash in diese Zone zurückgeworfen. Auch 2024 verharrte Bitcoin dort acht Monate lang, von März bis Oktober.
Damals war das der Auftakt zu einer eindrucksvollen Rally auf neue Rekorde. Diesmal hält sich der Kurs dort, obwohl der Verkaufsdruck historisch hoch ist.
Eine so lange Seitwärtsphase klingt unspektakulär, hat aber erhebliche Folgen. Je länger der Kurs auf einem Niveau verharrt, desto mehr Coins wechseln dort den Besitzer.
Genau in diesem Bereich ist deshalb eine enorme Käuferbasis entstanden. Glassnode zufolge wechselten rund 6 Prozent aller im Umlauf befindlichen Bitcoin zwischen 58.000 und 64.000 US-Dollar zuletzt den Besitzer.
Diese Käufer haben ein Interesse daran, dass der Kurs nicht weiter fällt. Dadurch wirkt die Zone wie ein belastbarer Boden.
Mitte April drückten die Käufer den Kurs mit Nachdruck über 70.000 US-Dollar. Anschließend stieg Bitcoin weiter bis auf mehr als 82.000 US-Dollar.
Danach übernahmen wieder die Verkäufer. Anfang vergangenen Monats fiel Bitcoin in seine vertraute Spanne zurück, und binnen kurzer Zeit hielt auch die Marke von 60.000 US-Dollar nicht mehr. Am 1. Juli lag das Tief bei 57.700 US-Dollar.
Der Verkaufsdruck scheint nun allmählich nachzulassen. Das überrascht kaum: Die meisten Marktteilnehmer, die zu diesen Kursen verkaufen wollten, dürften inzwischen verkauft haben.
Das Volumen nimmt mit jedem Rückgang ab, zugleich fallen die Bewegungen nach unten weniger heftig aus. Auch die Momentumindikatoren erholen sich unter der Oberfläche.
Bitcoin hat in diesem Monat bereits mehr als 11 Prozent zugelegt, und die Wahrscheinlichkeit weiterer Kursanstiege scheint zu wachsen. 70.000 US-Dollar wären ein naheliegendes Ziel.

Bitcoin hat eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausgebildet, ein technisches Signal, das häufig auf eine Bodenbildung hindeutet, und versucht nun den Ausbruch nach oben. Knapp oberhalb von 70.000 US-Dollar verläuft nicht nur die weiße Trendlinie, sondern auch der 200-Tage-Durchschnitt. In Bärenmärkten gilt er als wichtige Widerstandsmarke; im Mai wurde Bitcoin dort noch deutlich abgewiesen.
Wiederholt Bitcoin seinen Vierjahreszyklus, könnte anschließend noch ein letzter Rücksetzer folgen, der den Kurs auf den Boden des Bärenmarkts führt. Sicher ist das aber nicht.
Aus der Konsolidierungsspanne von 2024 hat sich jedenfalls bis in den unteren 50.000-Dollar-Bereich viel Unterstützung aufgebaut. Es dürfte einiges nötig sein, um den Kurs noch tiefer zu drücken.
Bitcoin hat sich weiter nach oben gearbeitet und stößt nun auf eine wichtige Verkaufszone. Was jetzt auf dem Spiel steht.
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