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Der Finanzwelt steht laut der Investmentbank Citi eine große technologische Veränderung bevor. Immer mehr Aktien, Anleihen und andere Anlagen werden auf Blockchain-Netzwerke übertragen, wodurch Transaktionen schneller und effizienter ablaufen können.
Laut Citi steht die Branche an einem bedeutenden Wendepunkt, da große Börsenorganisationen und Finanzinstitute beginnen, diese Technologie tatsächlich zu nutzen.
Der Markt für tokenisierte Anlagen ist derzeit mit einem weltweiten Wert von 17 Milliarden Dollar noch relativ klein. Citi erwartet jedoch, dass dieser Betrag bis 2030 auf 5,5 Billionen Dollar ansteigen wird. In einem optimistischen Szenario könnten es sogar 8,2 Billionen Dollar werden.
Das Rennen ist bereits in vollem Gange. BlackRock startete im März 2024 seinen BUIDL-Fonds auf der Ethereum (ETH)-Blockchain und entwickelte sich damit in weniger als 40 Tagen zum größten tokenisierten Fonds der Welt mit mittlerweile rund 2 Milliarden Dollar an verwaltetem Vermögen. Und im vergangenen Monat wurden zwei weitere tokenisierte Fonds in das Angebot aufgenommen.
Franklin Templeton hat schon früh Schritte in diesem Bereich unternommen und 2021 eine tokenisierte Version seines Geldmarktfonds auf dem Stellar-Netzwerk (XLM) eingeführt.
Im vergangenen Dezember schloss sich auch JPMorgan an. Die Bank lancierte ihr erstes tokenisiertes Geldmarktfonds auf Ethereum, genannt MONY, mit einer Anfangsinvestition von 100 Millionen Dollar.
Und Fidelity International führte im Mai dieses Jahres seinen eigenen USD Digital Liquidity Fund ein, mit Infrastruktur von JPMorgan und datentechnischer Unterstützung über Chainlink (LINK)
Das Wachstum der Branche verlief bemerkenswert schnell. Der Markt für tokenisierte Geldmarktfonds wuchs von 3 Milliarden Dollar im Jahr 2024 auf 9 Milliarden Dollar im Jahr 2025. Der gesamte Markt für tokenisierte US-Staatsanleihen ist inzwischen auf über 15 Milliarden Dollar angewachsen, verglichen mit 1 Milliarde Dollar vor zwei Jahren.
Ein bedeutender Durchbruch erfolgte Anfang Mai. Die Ratingagentur Moody’s verlieh den tokenisierten Fonds von BlackRock und Fidelity International die höchste Kreditbewertung. Dadurch können auch große institutionelle Anleger, wie Pensionsfonds und Versicherer, einfacher einsteigen.
Laut Citi wird das erwartete Wachstum auf 5,5 Billionen Dollar vor allem von drei Entwicklungen angetrieben. Große Börsenunternehmen integrieren die Tokenisierung zunehmend in ihre bestehenden Systeme. So beginnt die DTCC im Juli mit der Abwicklung von tokenisierten Transaktionen, während auch Nasdaq und der Betreiber der New York Stock Exchange (NYSE) an ähnlichen Anwendungen arbeiten.
Darüber hinaus erwartet die Bank, dass der Markt für Stablecoins bis 2030 auf 1,9 Billionen Dollar anwachsen wird, was zu einer zusätzlichen Nachfrage nach US-Staatsanleihen führen könnte.
Auch nimmt die regulatorische Klarheit zu. In den Vereinigten Staaten machte der Clarity Act kürzlich Fortschritte im Senat, was Finanzinstituten mehr Gewissheit bei der Nutzung von Blockchain-Technologie im größeren Maßstab geben könnte.
Citi bezeichnet dies als Wendepunkt. „Wenn die DTCC und die NYSE die Tokenisierung in die Kapitalmärkte integrieren, markiert dies einen Wendepunkt“, heißt es in dem Bericht.
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