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Paxos hat in den Vereinigten Staaten einen bedeutenden Erfolg erzielt. Das Blockchain-Unternehmen erhielt von der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) die Genehmigung, als offizielle Clearingstelle zu agieren. Damit wird Paxos das erste Unternehmen mit Blockchain-Wurzeln, das diesen Status erhält.
Die Genehmigung markiert eine neue Phase in der Integration von Blockchain-Technologie in den traditionellen Finanzsektor. Laut Paxos könnte dieser Schritt die Abwicklung von Wertpapiergeschäften schneller, kostengünstiger und effizienter gestalten.
Die Registrierung wurde der Paxos Securities Settlement Company (PSSC), einer Tochtergesellschaft von Paxos, erteilt. Dadurch darf das Unternehmen Clearing- und Abwicklungsdienste für Transaktionen in genehmigten Wertpapieren anbieten.
Clearingstellen spielen eine entscheidende Rolle auf den Finanzmärkten. Sie sorgen dafür, dass Transaktionen zwischen Käufern und Verkäufern korrekt abgewickelt und abgeschlossen werden. Bisher wurde diese Infrastruktur nahezu vollständig von traditionellen Akteuren verwaltet.
Laut CEO und Mitbegründer Charles Cascarilla ist die Genehmigung das Ergebnis von sieben Jahren Verhandlungen mit der SEC. Paxos arbeitete seit 2019 mit der Aufsichtsbehörde an verschiedenen Pilotprojekten, bei denen die Blockchain-Technologie zur Abwicklung amerikanischer Aktiengeschäfte getestet wurde.
„Unsere Registrierung als Clearingstelle ist das Ergebnis von sieben Jahren Arbeit mit der SEC“, so Cascarilla.
Bereits seit 2020 betreibt Paxos ein Pilotprogramm, bei dem US-amerikanische Aktien über Blockchain-Technologie abgewickelt werden. Laut dem Unternehmen zeigten diese Tests, dass Transaktionen noch am selben Tag abgeschlossen werden können.
Das ist ein wesentlicher Unterschied zur traditionellen Finanzinfrastruktur, bei der die Abwicklung oft ein oder mehrere Tage dauert. Eine kürzere Abwicklungszeit reduziert Risiken für Marktteilnehmer und kann die Betriebskosten senken.
Der Pilot wurde mit einigen der weltweit größten Finanzinstitute durchgeführt. Paxos behauptet, damit bewiesen zu haben, dass eine blockchainbasierte Infrastruktur in einem vollständig regulierten Rahmen funktionieren kann.
Die Genehmigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem amerikanische Gesetzgeber zunehmend an klaren Vorschriften für digitale Vermögenswerte arbeiten. So warnte Senatorin Cynthia Lummis diese Woche, dass die USA ins Hintertreffen geraten könnten, falls neue Kryptogesetzgebungen ausbleiben.
Mit der Registrierung der PSSC erhält Paxos nun eine einzigartige Stellung im US-amerikanischen Finanzsektor. Das Unternehmen kann seine Blockchain-Infrastruktur weiter ausbauen und neue Dienstleistungen für Banken, Broker und andere Finanzinstitute anbieten.
Befürworter sehen in dieser Entwicklung einen wichtigen Schritt in Richtung einer Zukunft, in der traditionelle Wertpapiermärkte vermehrt auf Blockchain-Technologie setzen. Dadurch könnten Finanztransaktionen letztlich schneller, transparenter und effizienter ablaufen.
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