Institutionen glauben trotz der deutlichen Korrektur im Oktober weiter an Krypto. Neue Zahlen der Schweizer Kryptobank Sygnum zeigen, dass mehr als sechzig Prozent der institutionellen Anleger ihr Engagement in Krypto in den kommenden Monaten erhöhen wollen.
Oktober-Crash gilt als vorübergehende Korrektur
Aus dem in dieser Woche veröffentlichten Bericht geht hervor, dass 61 Prozent der befragten Institutionen ihre Krypto-Investitionen ausbauen wollen. Außerdem blicken 55 Prozent kurzfristig optimistisch auf den Markt. Sygnum stützt sich auf eine weltweite Umfrage unter tausend institutionellen Anlegern.
Auffällig ist, dass 73 Prozent von ihnen weiterhin Krypto kaufen, weil sie mit höheren zukünftigen Renditen rechnen. Der Oktober-Crash, bei dem fast 1 Billion US-Dollar an Wert verdampfte, wird von den meisten Befragten vor allem als vorübergehender Rücksetzer gesehen.
XRP-ETF startet bereits diese Woche
Trotz der Verzögerungen am US-Kryptomarkt durch den anhaltenden Shutdown der Regierung kommen neue Produkte auf den Markt. In den vergangenen Wochen wurden ETFs für Solana (SOL), Litecoin (LTC) und Hedera (HBAR) aufgelegt. Später in dieser Woche ist auch die Einführung eines XRP-ETF von Canary Capital geplant.
Dieser Start kommt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. Wegen des Shutdowns in den USA liegen viele andere Anträge auf Eis. So warten sechzehn Altcoin-ETF-Anträge weiterhin auf eine Genehmigung, ebenso wichtige Gesetzgebung wie der Market Structure-Gesetzentwurf.
Institutionen blicken über Bitcoin und Ethereum hinaus
Nach Einschätzung von Sygnum könnte die Wiedereröffnung der US-Regierung zu einer „Sammelgenehmigung“ von ETFs jenseits der großen Coins führen. Das könnte laut Analysten die nächste Welle institutioneller Zuflüsse auslösen.
Das Interesse an breiter aufgestellten Produkten ist bereits da. Mehr als 80 Prozent der Institutionen wollen in ETFs investieren, die über Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) hinausgehen. Und 70 Prozent würden zusätzliches Kapital einsetzen, wenn diese Produkte Staking-Erträge bieten.
Diese Möglichkeit rückt näher, seit die US-Steuerbehörde (IRS) Staking in regulierten Fonds genehmigt hat. Damit dürfen Erträge fortan mit Kunden geteilt werden – ein wichtiger Schritt hin zu einer breiteren Akzeptanz von Staking-ETFs.
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