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Mark Zuckerbergs Meta kehrt in die Kryptowelt zurück. Der Technologieriese hinter Facebook und Instagram hat damit begonnen, Schöpfer in Stablecoins auszuzahlen, vier Jahre nachdem er sein eigenes Kryptoprojekt Libra beerdigen musste.
Meta ermöglicht es ausgewählten Schöpfern, ihre Einnahmen in USDC zu erhalten, der zweitgrößten Stablecoin der Welt. Es handelt sich um ein Pilotprojekt in Kolumbien und den Philippinen, zunächst also in begrenztem Umfang.
Die Zahlungen erfolgen über die Blockchain-Netzwerke von Solana (SOL) oder Polygon (POL). Beide Netzwerke sind bekannt für ihre niedrigen Transaktionskosten, wodurch Stablecoins deutlich günstiger sind als internationale Banküberweisungen.
Beliebte Wallets wie MetaMask, Phantom und Binance werden unterstützt. Schöpfer verknüpfen einfach ihre Krypto-Wallet mit ihrem Facebook-Auszahlungskonto.
Die technische Abwicklung übernimmt der Zahlungsdienstleister Stripe. Dieser kümmert sich auch um die steuerliche Berichterstattung der Kryptozahlungen, zusätzlich zu den üblichen Dokumenten von Meta selbst.
Laut Marc Boiron, CEO von Polygon Labs, soll das Programm bis Ende des Jahres auf über 160 Länder ausgeweitet werden. Damit würde Meta auf einen Schlag zu einem der größten Stablecoin-Zahler weltweit werden.
2019 präsentierte Meta ehrgeizige Pläne für eine eigene Stablecoin namens Libra. Das Ziel war eine globale digitale Währung, die von Milliarden Facebook- und WhatsApp-Nutzern genutzt werden könnte.
Anders als Stablecoins wie USDC, die an eine einzelne Währung gebunden sind, sollte Libra durch einen Korb von Währungen und Staatsanleihen gedeckt sein. Ein Mix aus Dollar, Euro, Pfund und Yen – quasi eine eigene Weltwährung, verwaltet von Meta und Partnern wie Visa, Mastercard und PayPal.
Für die Aufsichtsbehörden war das ein zu großer Schritt. Zentralbanken befürchteten, dass eine private Währung eines Tech-Giganten mit 3 Milliarden Nutzern die staatliche Kontrolle über Geld gefährden könnte.
Visa, Mastercard und PayPal sprangen innerhalb weniger Monate ab. Meta änderte die Strategie, benannte das Projekt in Diem um und feilte an den Plänen, doch ohne Erfolg. 2022 fiel der endgültige Vorhang und die Technologie wurde an die Silvergate Bank verkauft.
Jetzt geht der Technologieriese einen anderen Weg, indem er auf USDC setzt, eine bereits existierende und regulierte Stablecoin des Herausgebers Circle. Meta muss also selbst keine Genehmigungen beantragen, keine Reserven halten und keine Aufsichtsbehörden überzeugen. Das spart viel Geld und politische Kopfschmerzen.
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