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Das Kryptounternehmen Zerion hat entschieden, das Zero Network, sein eigenes Ethereum Layer 2-Netzwerk, das Transaktionen ohne Gaskosten ermöglichen sollte, einzustellen. Das Projekt wurde vor weniger als zwei Jahren gestartet, doch das Unternehmen verfolgt nun eine andere strategische Ausrichtung.
In einer Erklärung auf X teilt Zerion mit, dass der Betrieb einer separaten Blockchain letztlich nicht mehr zur langfristigen Vision des Unternehmens passte. Stattdessen möchte sich Zerion vollständig auf seine bestehenden Wallet- und Infrastrukturdienste konzentrieren.
Das Zero Network wurde im November 2024 als Ethereum Layer 2-Lösung eingeführt. Layer 2-Netzwerke sind auf Ethereum aufgebaut und sollen Transaktionen schneller und kostengünstiger machen.
Besonders auffällig war das Netzwerk, weil Nutzer keine Gaskosten zahlen mussten. Gaskosten sind Transaktionsgebühren, die normalerweise erforderlich sind, um Aktionen auf der Blockchain durchzuführen. Laut Zerion sollte dies die Krypto-Nutzung einfacher und zugänglicher für ein breiteres Publikum machen.
Dennoch erwies sich der Betrieb einer eigenen Blockchain als teurer und komplexer als erwartet. Das Unternehmen gibt an, dass die betrieblichen Herausforderungen letztlich größer waren als die langfristigen Vorteile.
Zerion betont, dass die Guthaben der Nutzer während der Abwicklung des Zero Network sicher bleiben. Nutzer mit Ethereum (ETH), NFTs oder anderen Tokens im Netzwerk müssen ihre Vermögenswerte jedoch bis Ende Juli auf ein anderes Blockchain-Netzwerk übertragen.
Neue Einzahlungen und Überweisungen zum Zero Network wurden inzwischen gestoppt.
Zerion wurde 2016 gegründet und ist vor allem für seine Self-Custody-Krypto-Wallet bekannt. Damit können Nutzer ihre Krypto selbst verwalten, ohne von einem zentralen Exchange abhängig zu sein.
Neben Wallet-Diensten bietet das Unternehmen auch Infrastruktur-Tools für digitale Vermögenswerte und dezentrale Anwendungen innerhalb des Ethereum-Ökosystems an.
Laut Zerion liegt der Fokus nun vollständig auf Produkten, die täglich aktiv genutzt werden und für stabiles Wachstum sorgen.
Die Schließung des Zero Network erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem mehrere Blockchain- und Krypto-Infrastrukturunternehmen unter Druck stehen.
Anfang dieser Woche kündigte das Cross-Chain-Startup Everclear an, sein Protokoll, seine Stiftung und Forschungsaktivitäten einzustellen. Auch das Ethereum-Infrastrukturunternehmen Syndicate Labs bestätigte kürzlich, dass es seine Aktivitäten beendet. Zudem verkündete die Krypto-Gaming-Plattform Fantasy.top in dieser Woche ebenfalls eine Schließung.
Viele Projekte nennen schwierige Marktbedingungen, rückläufige Investitionen und Bedenken hinsichtlich der finanziellen Nachhaltigkeit als Hauptgründe.
Der Markt für Ethereum Layer 2-Lösungen ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Große Netzwerke ziehen zunehmend Liquidität, Entwickler und institutionelle Investoren an. Dadurch wird es für kleinere Projekte schwieriger, ausreichend Nutzer und Einnahmen zu halten.
Während des starken Kryptomarktes starteten viele Unternehmen neue Blockchain-Infrastrukturprojekte. Nun, da der Markt ruhiger geworden ist, nimmt der Druck auf kleinere Akteure weiter zu.
Die Entscheidung von Zerion zeigt, dass immer mehr Kryptounternehmen den Fokus auf Kernprodukte richten, anstatt vollständige Ökosysteme zu unterhalten. Damit unterstreicht die Schließung des Zero Network die zunehmenden Herausforderungen innerhalb des Ethereum Layer 2-Sektors und des breiteren Kryptomarktes.
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