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Nach mehr als dreizehn Jahren gibt David Schwartz seine Aufgaben als Chief Technology Officer (CTO) bei Ripple ab. Der Mitbegründer des XRP Ledger bleibt jedoch als Mitglied des Vorstands an Bord und erhält den Titel CTO Emeritus. Dennoch wirft sein Abschied in der Community viele Fragen auf. Kann XRP sein Versprechen noch einlösen?
In einer persönlichen Nachricht teilte Schwartz mit, es sei an der Zeit, einen Schritt zurückzutreten. Er wolle mehr Zeit mit der Familie und für persönliche Projekte aufwenden. Zugleich betonte er, dass er nicht vollständig aus der Krypto-Welt verschwinde. „Ich bleibe in der XRP-Community aktiv und möchte wieder mehr Zeit mit Programmieren und Experimentieren verbringen“, schrieb er.
Die Ankündigung stieß in der Community auf Zustimmung, sorgte aber auch für Kritik. Der bekannte Investor und Influencer Crypto Bitlord reagierte scharf: „Zeit, XRP zu verkaufen.“ Seiner Ansicht nach kommt der Abschied von Schwartz zu einem kritischen Zeitpunkt, da Ripple immer mehr Konkurrenz spürt.
Die Konkurrenz ist tatsächlich erheblich. SWIFT hat kürzlich gemeinsam mit Consensys und mehr als dreißig internationalen Banken ein eigenes Blockchain-Ledger vorgestellt. Ripple hat sich jahrelang als Alternative zu SWIFT positioniert, doch nun scheint das traditionelle Zahlungssystem selbst auf Blockchain-Technologie zu setzen. Für Banken könnte das attraktiver sein als auf XRP umzusteigen.
Bitlord erklärte, er sei von der Performance von XRP enttäuscht. Trotz einer Haltedauer von über zehn Jahren habe die Münze seiner Ansicht nach nie den versprochenen „life-changing“ Kurs erreicht. Er warnte sogar, er werde „jeden Cent verkaufen“, sollte XRP auf 2 Dollar zurückfallen, da dies für ihn der Beweis wäre, dass das Projekt gescheitert ist.
Schwartz betont, seine Entscheidung sei rein persönlicher Natur. Für viele Anleger wirkt das jedoch wenig beruhigend. Die Frage ist, ob XRP seine Position als etablierte Kryptowährung halten kann, nun, da der traditionelle Finanzsektor mit Alternativen aufwartet.
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