Der Kryptomarkt färbt sich rot und auch XRP gerät schwer unter Druck. XRP steht kurz davor, das niedrigste Niveau seit Monaten zu erreichen, da sich auf dem Chart ein sogenanntes ‚Death Cross‘ abzeichnet. Analysten warnen vor zunehmendem Verkaufsdruck, sehen aber auch Chancen für eine Trendwende.
Death Cross alarmiert Anleger
Laut Analyst Omkar Godbole von CoinDesk ist es gut möglich, dass der Rückgang bei XRP noch nicht vorbei ist. Was die technischen Indikatoren angeht, sieht es seiner Ansicht nach nämlich düster aus.
Godbole verweist auf den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt (SMA), der kurz davor steht, unter den 200-Tage-SMA zu fallen – ein sogenanntes ‚Death Cross‘. Das ist ein Muster, bei dem der kurzfristige Durchschnitt unter den langfristigen Durchschnitt fällt. Viele Händler werten es als starkes Verkaufssignal und es kann auf einen länger anhaltenden Abwärtstrend hindeuten.
Zum Zeitpunkt des Schreibens ist der XRP-Kurs in den vergangenen 24 Stunden um 6,8 Prozent auf 2,26 US-Dollar gefallen und nähert sich damit dem Tief von vor drei Wochen. Auf Wochensicht sind die Verluste noch größer: XRP liegt 15,4 Prozent im Minus.

Analyst bleibt optimistisch
Während Godbole mit einem weiteren Rückgang rechnet, bleibt Analyst Steph is Crypto hingegen zuversichtlich. Auf Basis des Wochencharts erwartet er, dass eine große Kursbewegung bevorsteht. Er verweist dabei auf die Bollinger Bands und die Bollinger Band Width (BBW).
Die Bollinger Bands verlaufen um den Kurs herum und dehnen sich je nach Marktdynamik aus oder ziehen sich zusammen. Wenn sie sich stark verengen, wie derzeit, kann das auf einen bevorstehenden Ausbruch hindeuten. In der Vergangenheit führten solche Phasen niedriger Volatilität häufig zu plötzlichen und kräftigen Ausbrüchen – so auch im Juli dieses Jahres.
Gesamter Kryptomarkt unter Druck
Der Kryptomarkt erlitt nach einer Welle von Liquidationen einen schweren Rückschlag, bei der mehr als 1,2 Milliarden Dollar an Long-Positionen ausgelöscht wurden. Zugleich trennen sich auch Langfristinvestoren von ihren Coins. In den vergangenen 30 Tagen haben sogenannte Hodler, also Investoren, die ihre Bitcoin länger als 155 Tage halten, bereits mehr als 400.000 BTC verkauft. Das entspricht fast zwei Prozent des maximalen Bitcoin-Angebots, mit einem Gesamtmarktwert von über 41 Milliarden Dollar.
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