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Die Beziehung zwischen Tron-Gründer (TRX) Justin Sun und World Liberty Financial (WLFI) hat sich in kurzer Zeit drastisch verändert. Aus einer anfänglichen Zusammenarbeit ist nun ein Rechtsstreit über Milliardenbeträge in Kryptowährungen geworden. Sun hat das Unternehmen verklagt, während WLFI mit Vorwürfen des Fehlverhaltens kontert.

Eric Trump geht auf Justin Sun los

Sun reichte am Montag Klage bei einem Bundesgericht in Kalifornien ein. Er behauptet, World Liberty Financial habe illegal etwa vier Milliarden WLFI-Token eingefroren, deren Wert sich auf rund eine Milliarde Dollar beläuft. Damit eskaliert der Konflikt, der bereits zuvor öffentlich wurde.

Das mit Trump verbundene DeFi-Projekt reagierte scharf und bezeichnete die Klage als „verzweifelt“ und „unbegründet“. Mitbegründer Zach Witkoff warf Sun Fehlverhalten vor, ohne weitere Details zu nennen.

Auch Eric Trump mischte sich in die Diskussion ein. Er verglich die Klage mit der berühmten Banane, die für sechs Millionen Dollar an eine Wand geklebt und von Sun erworben wurde. Vor zehn Monaten äußerte er sich noch positiv über Sun auf X.

Aus der Klage geht hervor, dass World Liberty Sun hinter den Kulissen mehrerer Verfehlungen bezichtigt. So soll er für einen Kursrückgang von WLFI um etwa 40 Prozent am 1. September 2025, dem ersten Handelstag des Tokens, verantwortlich sein.

Sun soll zudem den Kurs durch Short-Positionen auf Perpetual Futures einer zentralisierten Börse gedrückt haben. Sun bestreitet dies und erklärt, seine Transaktionen hätten erst Stunden nach dem größten Rückgang stattgefunden.

Drohungen und vage Anschuldigungen

World Liberty erhob zudem Einspruch gegen Suns Kauf von TRUMP-Tokens im Wert von hundert Millionen Dollar, der Trump-Memecoin. Laut Sun geschah dies mit Zustimmung eines Mitglieds der Trump-Familie, das an beiden Projekten beteiligt ist.

In der Klage steht auch, dass Sun am 25. September 2025 wiederholt mit einer Anzeige bei US-Behörden wegen unklarer KYC-Probleme bedroht worden sei. Ihm zufolge wurden diese Anschuldigungen nie konkretisiert.

World Liberty Financial hat sich bislang nicht offiziell über das Gericht geäußert.

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