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US-Präsident Donald Trump reist vom 13. bis zum 15. Mai nach China zu einem viel diskutierten Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in China seit fast zehn Jahren. Weltpolitiker, Investoren und Unternehmen verfolgen die Gespräche aufmerksam, da das Ergebnis erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, den Handel und geopolitische Spannungen haben könnte.
Bei dem Gipfel in Peking stehen heikle Themen wie Handelstarife, Taiwan, künstliche Intelligenz, seltene Erden und der Konflikt um den Iran auf der Agenda. Auch der fragile Handelsfrieden zwischen den beiden Großmächten steht unter Druck. Analysten warnen, dass ein Scheitern des Gipfels zu neuen globalen wirtschaftlichen Erschütterungen führen könnte.
Die Spannungen zwischen Washington und Peking nehmen seit Jahren zu. Während seiner ersten Amtszeit löste Trump 2018 einen Handelskrieg aus, indem er Einfuhrzölle auf chinesische Produkte im Wert von Hunderten von Milliarden Dollar verhängte. China reagierte damals mit eigenen Gegenmaßnahmen.
Auch unter Joe Biden blieb der Druck auf China groß. Seine Regierung behielt viele von Trumps Zöllen bei und führte zusätzliche Beschränkungen gegen chinesische Technologieunternehmen wie Huawei ein. Zudem wurden chinesische Elektroautos praktisch vom amerikanischen Markt verdrängt.
Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Jahr 2025 hat Trump seinen harten Kurs noch weiter verschärft. Er erhöhte die Zölle auf chinesische Waren erneut drastisch und warf Peking vor, den Handel mit Fentanyl in die Vereinigten Staaten zuzulassen.
China reagierte mit Zöllen auf Agrarprodukte aus den USA. Das traf vor allem US-Landwirte, eine wichtige Wählerschaft Trumps. Gleichzeitig setzte Peking Exportbeschränkungen für Seltenerdmetalle als Druckmittel ein. Diese Rohstoffe sind unter anderem für Smartphones, Batterien und Militärtechnologie von zentraler Bedeutung.
Ökonomen sehen darin einen entscheidenden Wendepunkt, da die USA stark von chinesischen Lieferungen dieser Materialien abhängig sind.
Neben dem Handel wird auch Taiwan im Zentrum der Gespräche stehen. China fordert, dass die Vereinigten Staaten ihre Unterstützung für die Insel verringern. Peking betrachtet Taiwan als Teil Chinas, während sich die taiwanesische Regierung vehement dagegen wehrt.
Analysten warnen, dass selbst kleine Zugeständnisse Trumps gegenüber Peking große Auswirkungen auf die Stabilität in Asien haben könnten. Experten zufolge befürchten Verbündete der USA, dass sich China gestärkt fühlt, wenn Washington in der Taiwan-Frage einen milderen Ton anschlägt.
Auch künstliche Intelligenz und Chiptechnologie sorgen für Spannungen. Washington wirft China den groß angelegten Diebstahl amerikanischer KI-Technologie vor. Gleichzeitig versucht China, durch massive Investitionen in die eigene Chipproduktion und Robotik weniger abhängig von amerikanischen Unternehmen wie Nvidia zu werden.
Trump reist nicht allein nach China. Auch Führungskräfte großer amerikanischer Unternehmen wie Boeing, Citigroup und Qualcomm begleiten ihn nach Peking. Möglicherweise werden während des Besuchs neue Handelsabkommen zwischen amerikanischen und chinesischen Unternehmen geschlossen.
Die USA hoffen unter anderem, dass China wieder mehr US-amerikanische Agrarprodukte, Flugzeugteile und Industriegüter abnehmen wird. Peking wiederum hat ein Interesse an stabilen Handelsbeziehungen, da die chinesische Wirtschaft nach wie vor mit schwachem binnenwirtschaftlichem Konsum, hoher Jugendarbeitslosigkeit und Problemen im Immobiliensektor zu kämpfen hat.
Dennoch geht China selbstbewusster in die Gespräche als noch vor einigen Jahren. Das Land hat in letzter Zeit neue Handelspartner gefunden und exportiert mittlerweile Rekordmengen an Waren in andere Teile der Welt.
Auch der Konflikt um den Iran wird ein wichtiges Gesprächsthema beim Gipfel sein. China ist der größte Abnehmer von iranischem Öl und verfolgt daher die Entwicklungen im Nahen Osten sehr aufmerksam.
Obwohl China dank eigener Ölproduktion und Importen aus Russland besser gegen die Energiekrise gewappnet scheint als viele andere Länder, wächst in Peking die Sorge über Störungen der Energieversorgung und internationaler Handelsrouten.
Viele Länder hoffen daher, dass Trump und Xi bei ihrem Treffen Wege finden, eine weitere Eskalation zu verhindern. Vor allem Europa und Asien fürchten, dass neue Spannungen zwischen den USA und China zu höheren Energiepreisen, Unterbrechungen der Lieferketten und zusätzlicher wirtschaftlicher Unsicherheit führen könnten.
Nicht nur Verbündete der USA verfolgen den Gipfel mit Spannung. Auch in Moskau wird das Treffen genau beobachtet. Auch in Moskau wird das Treffen genau beobachtet. Seit dem Krieg in der Ukraine hat China für Russland zunehmend an Bedeutung gewonnen.
Analysten gehen davon aus, dass eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Washington und Peking im Kreml für Nervosität sorgen könnte. Kurz nach Trumps Besuch wird auch der russische Präsident Wladimir Putin in Peking zu Gesprächen mit Xi Jinping erwartet.
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