Der Kryptowährungsmarkt befindet sich heute Morgen in stürmischen Gewässern, wobei nahezu alle großen Münzen kräftig im Minus stehen. Bitcoin (BTC) erlebte einen harten Rückgang von 6,8% innerhalb nur einer Stunde, und auch Altcoins entkommen den Verlusten nicht. XRP gehört zu den größten Verlierern des Tages, mit einem scharfen Rückgang von satten 14,4%.
Was verursacht diesen freien Fall?
Kryptomarkt ist erschöpft
Das Sentiment auf dem Kryptowährungsmarkt wird immer düsterer, und es gibt einige deutliche Gründe dafür. Zum einen befinden wir uns schon seit längerer Zeit in einer Konsolidierungsphase. Je länger dies dauert, ohne dass die Bullen durchbrechen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt letztlich nach unten geht.
Ein gutes Beispiel hierfür ist XRP. Die Münze schwankte den ganzen Februar zwischen 2,40 $ und 2,70 $, scheint aber nun auf dem Weg zu einem enttäuschenden Monatsabschluss zu sein. Der Widerstand bei 2,70 $ war zu stark, und die Bären haben inzwischen die Kontrolle übernommen.
Makroökonomische Unsicherheit
Neben dem Abwärtsdruck auf Kryptowährungen spielt auch makroökonomische Unsicherheit eine Rolle. So ist Trump gegen verschiedene Länder, darunter China, vorgegangen und hat die Importzölle drastisch erhöht. Finanzmärkte mögen steigende Kosten überhaupt nicht, was sich deutlich in den Kursen widerspiegelt.
Hinzu kommt, dass die Federal Reserve (Fed) vorerst nicht die Absicht zu haben scheint, die Zinssätze zu senken. Die amerikanische Wirtschaft läuft besser als erwartet, was für Krypto eigentlich schlechte Nachrichten sind. Niedrigere Zinsen machen risikoreiche Investitionen attraktiver, und ohne diesen Schub bleiben die Anleger vorsichtig.
Enttäuschung durch das Ausbleiben positiver Nachrichten
Wo früher noch viel Optimismus rund um XRP herrschte, scheint dieser nun langsam zu schwinden. So gab es Gerüchte über eine mögliche Genehmigung eines XRP Spot Exchange Traded Funds (ETF). Obwohl die Securities and Exchange Commission (SEC) mehrere Anträge anerkannt hat, bleibt es ruhig. Die Frist für eine Entscheidung liegt erst im Oktober, was bedeutet, dass Anleger vorerst in Unsicherheit bleiben.
Auch das Gerücht, dass XRP möglicherweise in die strategischen Reserven der USA aufgenommen werden würde, sorgte anfänglich für viel Enthusiasmus. Mittlerweile ist dieser Enthusiasmus vollständig abgeklungen, und es scheint, als würde das Gerücht nicht wahr werden.
Darüber hinaus hofften viele XRP-Anleger, dass unter einer neuen Trump-Regierung der Rechtsstreit zwischen Ripple und der SEC zu einer Einigung führen würde. Aber auch hier bleibt es auffällig ruhig, was zur negativen Stimmung beiträgt.
Der bullische Trend schwindet
Der einst so starke bullische Hype rund um XRP ist offensichtlich etwas abgeklungen. Ohne positive Nachrichten und mit zunehmendem makroökonomischen Druck scheint die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Kurs weiter fallen wird. Anleger tun gut daran, vorsichtig zu bleiben und die Marktentwicklungen genau zu beobachten.
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