Als Krypto-Anleger will man im Moment lieber nicht auf sein Portfolio blicken. Heute ist der Markt in einer Welle von Verkaufsdruck untergegangen – wie eigentlich schon seit einiger Zeit. Bitcoin (BTC) ist auf den niedrigsten Stand seit sieben Monaten abgestürzt und Altcoins wurden mit in die Tiefe gerissen. Was ist passiert?
Märkte brechen nach Meldung aus den USA ein
Gestern fiel Bitcoin erstmals seit April unter 89.000 Dollar, doch spät am Abend wurde der Kurs durch besser als erwartete Quartalszahlen des KI-Chip-Herstellers Nvidia gerettet.
Am Morgen schnupperte Bitcoin erneut an der Marke von 93.000 Dollar, doch im Tagesverlauf bröckelte der Kurs. Richtig los ging es jedoch erst, sobald die US-Börsen öffneten.
Um 15:30 Uhr notierte Bitcoin noch über 91.000 Dollar, inzwischen liegt der Preis unter 87.000 Dollar. Das ist ein Minus von mehr als 5 Prozent.
Der Aktienmarkt startete zwar sehr stark, doch die Anleger konnten sich nicht lange freuen. Nach etwa einer Stunde drehten die Kurse, und nach 17:20 Uhr beschleunigte sich der Absturz.
Dann gab das US-Handelsministerium bekannt, dass der Arbeitsmarktbericht für Oktober und November am 16. Dezember veröffentlicht wird. Das bedeutet, dass die US-Notenbank vor dem nächsten Zinsentscheid keine neuen Daten vom Arbeitsmarkt mehr erhält. Am 11. Dezember beraten die Währungshüter über den Leitzins.
„Märkte mögen Informationsasymmetrien überhaupt nicht“, schreiben die Analysten von The Kobeissi Letter.
Ihren Worten nach fungierte diese Meldung als der „Schalter, der die Stimmung umlegte“. „Die Realität ist, dass Anleger in diesem Markt ohnehin schon extrem nervös waren“, hieß es weiter.
Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im kommenden Monat ist in den vergangenen Wochen bereits stark eingebrochen und nun scheint kaum noch etwas daran noch etwas ändern zu können.
Kann BTC die Wende noch schaffen?
Der S&P500 brach innerhalb von rund anderthalb Stunden um fast 3 Prozent ein. Der Nasdaq100 verlor in dieser Zeit sogar fast 4 Prozent. So sind Billionen Dollar an Marktwert verdampft.
Bitcoin ist aktuell ähnlich überverkauft wie am Tief der Bärenmarkt vor drei Jahren. Zudem ist der Kurs an ein sehr wichtiges Unterstützungsniveau im Wochenchart gefallen. Die Bullen müssen nun alles daransetzen, dieses Level zu verteidigen.
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