Kevin Warsh wird als potenzieller Nachfolger von Jerome Powell bei der US-Notenbank immer stärker ins Gespräch gebracht. Dies sorgt jedoch auf dem Kryptomarkt für Unruhe. Die Aussicht auf seine Ernennung versetzt Anleger in Alarmbereitschaft und der Bitcoin-Kurs erlebte einen deutlichen Rückgang.
Warum ist dieser ehemalige Fed-Direktor bei Krypto-Investoren so unbeliebt?
Warshs Ruf beunruhigt Anleger
Kevin Warsh, ehemaliges Mitglied des Federal Reserve Boards, gilt als ausgesprochener Befürworter einer strikten Geldpolitik. Bereits während der Finanzkrise 2008 warnte er vor Inflation, obwohl damals Deflation und Massenarbeitslosigkeit die Wirtschaft dominierten. Diese Haltung macht ihn zu einem typischen Befürworter hoher Realzinsen und einer strikten monetären Disziplin.
Für risikoreiche Märkte wie Krypto sind das keine guten Nachrichten. Niedrigere Zinsen erhöhen die Liquidität, und genau dieses Kapital fließt häufig in Bitcoin (BTC) und Altcoins. Ein Fed-Vorsitzender, der hart gegen Inflation vorgeht, wird daher von Anlegern als negativ für den Kryptomarkt angesehen.
Warsh steht im Gegensatz zu Trumps Plänen
Auffallend ist, dass Warsh nicht in die von Donald Trump angestrebte Geldpolitik zu passen scheint. In einem Interview mit Politico äußerte Trump, dass der nächste Fed-Vorsitzende seiner Meinung nach „die Zinsen sofort senken“ solle. Warsh könnte hingegen das genaue Gegenteil tun.
Das Gerücht, dass seine Chancen auf eine Ernennung steigen, löste heftige Reaktionen am Markt aus. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag fiel der Bitcoin-Kurs von etwa 88.000 auf 81.000 Dollar. Inzwischen zeigt sich eine leichte Erholung; der Kurs pendelt um die 82.000 Dollar.
Auf Polymarket, einer dezentralen Vorhersageplattform, stieg Warshs Ernennungschance an einem Tag von 28 auf 93 Prozent. Das erhöht die Unsicherheit unter den Anlegern.
Nicht alle sehen Warsh als Krypto-Gegner
Es gibt jedoch auch andere Stimmen. Analyst Peter B betonte auf X, dass Warsh zuvor „positive und fundierte“ Äußerungen über Bitcoin gemacht habe. Er verweist auf ein Video, in dem Warsh sich seiner Meinung nach differenziert über den Kryptosektor äußert.
Peter B hält es für übertrieben, Warsh als „anti-Bitcoin“ darzustellen. Seiner Ansicht nach wäre es unlogisch, dass eine Regierung mit starken Krypto-Verbindungen jemanden auswählt, der der Branche feindlich gesinnt ist.
Die Woche, in der Bitcoin fast einbrach und rechtzeitig gerettet wurde
Bitcoin erlebte die schwerste Woche seit Monaten, wurde aber in letzter Minute durch positive Makronachrichten gerettet.
Metaplanet erweitert Bitcoin-Strategie durch Übernahme eines Brokers
Metaplanet erwirbt japanischen Broker für 13 Millionen Dollar und plant Bitcoin-Produkte für Millionen Anleger in Japan anzubieten.
BlackRock plant neuen Bitcoin-Fonds mit monatlichem Einkommen
BlackRock hat einen Antrag für seinen neuen Bitcoin-Fonds mit monatlichem Einkommen eingereicht. Analysten vermuten einen Start um den 18. Juni.
Meistgelesen
XRP-Investoren verkaufen verstärkt mit Verlust – ein positives Zeichen
XRP-Investoren verkaufen zunehmend mit Verlust, ein Signal, das laut On-Chain-Daten häufig in der Nähe von Tiefpunkten auftritt.
Krypto Update: Bitcoin-Kurs fällt nach dramatischer Iran-Entscheidung
Der Bitcoin-Kurs ist um mehrere Prozent gesunken nach dem Verkauf von Strategy und sehr schlechten Nachrichten über den Iran-Krieg. Das ist wichtig zu wissen.
AI-Prognose für Stellar (XLM) Kurs bis Ende 2026
ChatGPT skizziert drei Szenarien für den XLM-Kurs Ende 2026. Im extrem bullishen Fall könnte der Coin auf bis zu 3 Dollar klettern.
