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Der Kurs von Ripple (XRP) erlebt derzeit eine der größten roten Wochenkerzen des vergangenen Jahres. Fundamental gibt es jedoch auch Positives zu vermelden. Die neuen XRP ETF verzeichneten nämlich – anders als die Fonds für Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) – deutliche Zuflüsse. Warum fällt der Kurs dann trotzdem?
Gestern wurde in den Vereinigten Staaten der zweite Spot-ETF auf XRP aufgelegt. Bitwise brachte seinen XRP-Fonds an den Markt, genau eine Woche nachdem Canary Capital das erste Börsenprodukt gestartet hatte.
Der neue Fonds von Bitwise kam gestern auf ein Handelsvolumen von fast 26 Millionen Dollar, während der Fonds von Canary Capital rund 17,4 Millionen Dollar erreichte. Das teilte Analyst Chad Steingraber auf der Social-Media-Plattform X mit. Canary Capital verzeichnete am ersten Handelstag seines XRP-Fonds mit 58,6 Millionen Dollar das höchste Volumen aller ETF-Starts in diesem Jahr.
Insgesamt flossen gestern 118,15 Millionen Dollar in die beiden XRP-Fonds. Gleichzeitig verzeichneten die Bitcoin- und Ethereum-Fonds starke Abflüsse von 903 Millionen beziehungsweise 261 Millionen Dollar. Nur die Solana (SOL) Fonds meldeten wie XRP ebenfalls Zuflüsse, in Höhe von 20 Millionen Dollar.
Warum also fällt der XRP-Kurs trotzdem so stark? Offenbar wird XRP – wie viele andere Altcoins auch – vom Rückgang bei BTC und ETH mit in die Tiefe gezogen. Wie so oft geben die beiden großen Player den Takt am Markt vor, und andere digitale Währungen reagieren darauf. So auch diesmal.
Im Tageschart ist zu sehen, dass sich XRP seit fast genau einem Jahr in einer klaren Seitwärtsrange bewegt. Aktuell notiert XRP gefährlich nahe an der Unterkante dieser Spanne. Diese Untergrenze liegt bei etwa 1,79 Dollar. Sie fällt mit der Korrektur vom 10. Oktober zusammen, aber auch mit dem Tief im April und einem Tageswick im Februar.

Häufig kehrt der Kurs zurück, um frühere „Wicks“ auszufüllen. Das geschieht, weil sich bei Korrekturen viel Liquidität ansammelt. Trader platzieren Stop-Loss-Orders zum Beispiel oft knapp unterhalb eines solchen Wicks, wodurch dieses Niveau Liquidität anzieht. Genau dieses Szenario scheint sich nun erneut abzuzeichnen.
Der Kurs füllt derzeit langsam den riesigen Wick, der am 10. Oktober entstanden ist. Aktuell steht XRP bei 1,87 Dollar und könnte somit noch ein Stück weiter fallen, um den Wick bis 1,79 Dollar vollständig zu schließen.
Auch der tägliche Relative Strength Index (RSI), ein bekannter Momentum-Indikator, liegt unter 30. Das ist stark überverkauft. Das letzte Mal, dass der RSI so niedrig stand, war am 10. Oktober. Damals sprang der Kurs rasch von 1,79 Dollar auf über 2,60 Dollar.
XRP fällt nach dem Scheitern des Clarity Act um mehr als 9 Prozent. Technische Signale deuten dennoch auf eine mögliche Erholung in Richtung 1,70 Dollar hin.
XRP verlor 12 Prozent, nachdem der CLARITY Act im US-Senat gescheitert war. Dennoch sieht sich Ripple rechtlich besser aufgestellt als viele andere Coins.
XRP ist nach der Ablehnung des CLARITY Act massiv eingebrochen. Nun sind Käufer gefragt, um einen noch größeren Absturz abzuwenden.
Ein Finanzexperte geht davon aus, dass XRP nicht lange unter der Marke von 2 Dollar bleiben wird, und verweist auf drei Entwicklungen, die den Kurs stützen könnten.
Ein Analyst hält einen Anstieg des XRP-Kurses auf 60 Dollar für möglich, falls ein wichtiger Widerstand überwunden wird. Dafür wäre ein Kursanstieg von mehr als 4.000 Prozent nötig.
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