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Das XRP Ledger erhält am Mittwoch eine umfassende Wartung. Das Layer-1-Netzwerk, das auf dem XRP-Token basiert, beseitigt alte Altlasten und behebt einige hartnäckige Fehler, die sich in letzter Zeit angesammelt haben.
Wer selbst einen Node betreibt, also einen Computer zur Transaktionsverifizierung, muss bis zur Frist auf die neueste Version aktualisieren, um nicht vom Netzwerk ausgeschlossen zu werden. Für Nutzer, die ihre XRP in einer Wallet oder auf einer Kryptobörse aufbewahren, ändert sich nichts und es sind keine Maßnahmen erforderlich.
Das Update trägt offiziell den Namen fixCleanup3_1_3-Amendment und adressiert verschiedene Probleme gleichzeitig. Nachfolgend ein Überblick über die wichtigsten Verbesserungen.
Auf dem XRP Ledger können Nutzer NFTs erstellen und handeln. Wenn jemand ein NFT zum Verkauf anbietet, entsteht ein Angebot im Netzwerk.
Bisher verblieben diese Angebote dauerhaft auf der Blockchain, selbst wenn niemand sie annahm oder die Gültigkeit längst abgelaufen war. Das führte zu unnötigem digitalen Ballast, der Speicherplatz belegte.
Mit dem Update werden abgelaufene Angebote künftig automatisch entfernt. Vergleichbar mit einer Kleinanzeige in der Zeitung, die nach Ablauf der Frist verschwindet, anstatt endlos im Archiv zu verbleiben.
Das XRP-Ledger arbeitet mit sogenannten Permissioned Domains. Das sind abgeschirmte Umgebungen, in denen nur autorisierte Benutzer Zugriff auf bestimmte Guthaben oder Dienste erhalten.
In diesem Aufbau gab es einen Fehler, der zu Problemen führen konnte. Selbst wenn eine Transaktion fehlschlug, konnte sie versehentlich dennoch Einstellungen innerhalb einer solchen gesicherten Umgebung ändern. Mit dem Update wurde dieser Fehler behoben.
Das XRP Ledger bietet auch Vaults an, gesicherte Speicherumgebung für Token. Wenn Nutzer Token aus solch einem Vault entnehmen, um sie an ein anderes Konto zu senden, gibt es ein Limit, wie viel das empfangende Konto aufnehmen darf, vergleichbar mit einem Bankkonto mit Einzahlungslimit.
Das System überprüfte dieses Limit bei Vault-Auszahlungen jedoch nicht. Dadurch konnten mehr Token gesendet werden, als der Empfänger eigentlich annehmen durfte. Das Update sorgt dafür, dass das System künftig innerhalb der korrekten Grenzen bleibt.
Ähnlich wie Ethereum bietet das XRP Ledger dezentrale Kredite an, bei denen Nutzer Krypto verleihen oder ausleihen können, ohne dass eine Bank beteiligt ist.
Wenn ein Kredit nicht zurückgezahlt wird, sollte das System alle zugehörigen Daten aktualisieren. Dazu gehören der Kredit selbst, die Angaben des Verleihers und der Vault mit Sicherheiten. In der Praxis lief das jedoch nicht immer reibungslos. Salden veralteten und Datensätze stimmten manchmal nicht mehr überein.
Mit dem Update werden alle verknüpften Daten nun automatisch aktualisiert, sobald sich der Kreditstatus ändert. Genau wie Ihr Kreditkartenabrechnung und Bankkonto gleichzeitig angepasst werden, wenn Sie etwas tilgen.
Darüber hinaus verbessert das Update die Kommunikation rund um überzahlte Kredite. Wenn jemand versucht, mehr zurückzuzahlen als erlaubt, folgt nun eine klare Fehlermeldung („keine Berechtigung“) anstelle eines vagen Codes.
Für sogenannte LoanBrokers, also Parteien, die Kreditpools verwalten, wird eine zusätzliche Sicherheitsprüfung eingeführt. Das System überprüft nun, ob der Betrag, den sie als verfügbare Deckung präsentieren, auch tatsächlich auf ihrem gesicherten Konto vorhanden ist. So wird verhindert, dass Lücken in der Buchhaltung entstehen, die später zu Verwirrung oder Risiken führen könnten.
Das Update wird am Mittwoch im Netzwerk ausgerollt. Validatoren und Node-Operatoren müssen bis dahin ihre Server aktualisieren. Wer das nicht rechtzeitig tut, wird durch das Amendment blockiert und vom Netzwerk ausgeschlossen. Laut Berichten hat ein Großteil des Netzwerks diesen Schritt bereits vollzogen.
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