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Nakamoto Inc. steht unter Beschuss, nachdem Investoren festgestellt haben, dass das Bitcoin-Unternehmen immer noch einen medizinischen Direktor beschäftigt. Das Unternehmen verteidigt diese Entscheidung, während die Aktie stark unter Druck steht und die Verluste zunehmen.
Das an der Nasdaq gelistete Unternehmen hat auf die Kritik hinsichtlich der medizinischen Position im Unternehmen reagiert. Diese Position sorgte in den letzten Wochen für viel Diskussionen in den sozialen Medien und unter Analysten.
Laut Kritikern zeigt die ungewöhnliche Position, wie unkonventionell einige Börsenkonstruktionen im Kryptosektor mittlerweile geworden sind. Die Kritik kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt für Nakamoto. Die Aktie hat seit ihrem Höchststand fast 99 Prozent ihres Wertes verloren und das Unternehmen hat Schulden in Höhe von etwa 200 Millionen Dollar angehäuft.
CEO David Bailey betont, dass die medizinische Position nichts mit den Bitcoin-Aktivitäten des Unternehmens zu tun hat. Nakamoto entstand nämlich aus einer Fusion mit KindlyMD, einem US-amerikanischen Gesundheitsunternehmen, das sich auf Schmerzbehandlung spezialisiert hat und bereits an der Technologiebörse Nasdaq notiert war.
„Wir haben einen medizinischen Direktor, weil wir mit einem Gesundheitsunternehmen fusioniert sind. Außerdem ist eine operative Geschäftstätigkeit erforderlich, um eine Nasdaq-Notierung zu behalten“, erklärte Bailey.
KindlyMD fusionierte 2025 mit Nakamoto Holdings, dem privaten Unternehmen von Bailey. Gründer Tim Pickett blieb daraufhin als medizinischer Direktor aktiv und leitet noch immer die medizinische Sparte des Unternehmens.
Dieser Gesundheitsbereich spielt laut Nakamoto eine wichtige Rolle. Er sorgt für den Großteil des wiederkehrenden Umsatzes und verhindert, dass das Unternehmen als leere Börsenhülle angesehen wird.
Die Diskussion um Nakamoto nahm weiter zu, nachdem Analyst Justin Bechler auf die Quartalszahlen des Unternehmens hinwies.
Aus dem Quartalsbericht für das erste Quartal 2026 geht hervor, dass Nakamoto einen Nettoverlust von 238 Millionen Dollar verzeichnete. Der operative Umsatz belief sich gleichzeitig auf nur 2,3 Millionen Dollar.
Zudem erhielten Insider insgesamt 7,3 Millionen Dollar an Vergütung.
Auch die Übernahme von BTC Inc. und UTXO Management, Unternehmen, die mit CEO David Bailey und Investmentdirektor Tyler Evans verbunden sind, führte zu Kritik vonseiten der Aktionäre. Durch diese Transaktionen verwässerte sich der Anteil der bestehenden Aktionäre innerhalb eines Quartals um etwa 58 Prozent. Das bedeutet, dass Investoren relativ weniger Anteile erhielten, da viele neue Aktien ausgegeben wurden.
Um die minimale Aktienpreisanforderung der Nasdaq zu erfüllen, führte Nakamoto am 22. Mai einen Reverse Stock Split im Verhältnis 1:40 durch.
Bei einer solchen Maßnahme werden mehrere Aktien zu einer neuen Aktie zusammengefasst. Dadurch stieg der Kurs von etwa 0,16 Dollar auf rund 6 Dollar pro Aktie. Gleichzeitig sank die Anzahl der ausstehenden Aktien von 696 Millionen auf 17,4 Millionen.
Anleger konzentrieren sich nun vor allem auf den August. Dann endet die erste Lock-up-Periode für Insider, wodurch große Aktionäre ihre Aktien verkaufen dürfen. Außerdem erscheint in diesem Monat der neue Quartalsbericht des Unternehmens.
Analysten wollen vor allem sehen, ob es Nakamoto gelingt, die Verluste zu reduzieren und den Umsatz zu steigern.
Obwohl Nakamoto derzeit über 5.058 Bitcoin verfügt, scheint sich der Markt vorerst weniger auf den Umfang dieser Bitcoin-Position zu konzentrieren. Der Fokus liegt vor allem auf der finanziellen Gesundheit des Unternehmens und der langfristigen Tragfähigkeit des Geschäftsmodells.
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