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Der Krypto-Winter scheint seinem Ende entgegenzugehen. Immer mehr Signale deuten darauf hin, dass Bitcoin (BTC) dabei ist, einen Boden zu finden. Die Frage ist, ob der Tiefpunkt bereits erreicht wurde, doch historisch betrachtet scheint das kaum von Belang.
Blickt man nur auf den Zeitablauf, sollte der Boden des Bärenmarktes um Oktober herum erreicht werden. Bitcoin hat dann zwei Drittel des gesamten Abschwungs hinter sich. Das sagt zwar nichts über das genaue Niveau des Bodens aus, aber in früheren Bärenmärkten war zu diesem Zeitpunkt der größte Teil des Rückgangs bereits überwunden.
Vielleicht war der Tiefpunkt sogar schon die 59.000-Dollar-Marke von Anfang des Monats. Das würde mit dem vierjährigen Rhythmus von Bitcoin brechen, bei dem die Tops und Böden jeweils im vierten Quartal fielen.
Einer der Gründe für Optimismus liegt im 200-Wochen-Durchschnitt. Das ist schlicht der durchschnittliche Kurs der letzten vier Jahre, eine Linie, die in der Vergangenheit oft als endgültiger Boden diente.
Beim Rückgang auf 59.000 Dollar fiel Bitcoin erstmals seit fast drei Jahren unter diese Linie. Dennoch schlossen die Candles in den letzten drei Wochen jeweils darüber.

2015 und 2018 schloss keine einzige Candle unter dieser Linie. Nur 2022 hielt die Unterstützung nicht, und der Kurs fiel bei der ersten Gelegenheit wie ein Messer durch Butter hindurch.
Da Bitcoin nun standhält, scheint eine Wiederholung von 2015 und 2018 wahrscheinlicher als die von 2022. Und da die Linie langsam steigt, erhöht sich im Laufe der Zeit die Wahrscheinlichkeit, dass der Boden bereits erreicht ist.
In den Charts gibt es ein weiteres positives Signal. Auf dem Wochen-Chart bildet sich eine sogenannte bullishe Divergenz.
Der RSI misst die Stärke einer Kursbewegung auf einer Skala von 0 bis 100. Und diese Stärke nimmt jetzt zu, während der Kurs weiter nachgibt. Gestern sahen wir sogar den niedrigsten Wochenschluss seit September 2024, aber das Momentum dreht sich im Hintergrund in die richtige Richtung.
Analyst Matthew sieht zudem zwei Durchschnitte, die sich auf dem Monatschart fast kreuzen. In der Vergangenheit bedeutete eine solche Kreuzung, dass der Rückgang zu 96 bis 100 Prozent überstanden war. Wenn der Boden noch nicht erreicht ist, dann wären wir laut diesen Charts ganz nah dran.
Ein weiteres Zeichen kommt von den Coins, die im Minus sind. Anfang des Monats waren mehr als die Hälfte aller Bitcoins im roten Bereich, also 10,5 Millionen Stück. Dies wird als Kapitulation bezeichnet: der Punkt, an dem die letzten Zweifler verkaufen und der Verkaufsdruck nachlässt.
In jedem früheren Bärenmarkt geschah dies in der Nähe des Bodens. Bemerkenswerterweise markierten genau diese 10,5 Millionen roten Coins in früheren Zyklen jeweils den Tiefpunkt.
Darüber hinaus halten die langfristigen Investoren eine Rekordmenge an Coins. Laut dem Forschungsinstitut K33 befinden sich nun 79 Prozent aller Bitcoins in den Händen von Langzeitinvestoren. Man zählt als solcher, sobald man die Coins mehr als 155 Tage hält. Diese Investoren verkaufen ihre Coins nicht schnell und in der Vergangenheit fiel ein Höchststand bei ihnen stets mit dem Boden zusammen.
Analyst Doctor Profit warnt, dass Bitcoin ein bärisches Muster bildet, welches den Kurs möglicherweise zuerst auf 54.000 US-Dollar sinken lässt.
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