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Bitcoin (BTC) hat sich von einem Rückschlag noch nicht erholt, da folgt bereits der nächste. Über die Hälfte aller Coins steht im Minus, ein Signal, das in der Vergangenheit oft das Ende der Schwierigkeiten ankündigte.

Verluste überwiegen Gewinne

Die Anzahl der Bitcoins, die im negativen Bereich liegen, stieg gestern auf 10,5 Millionen BTC. Bei 20,03 Millionen BTC im Umlauf bedeutet dies, dass gut 52 Prozent aller Coins zuletzt zu einem höheren Preis als dem aktuellen Stand gekauft wurden.

Es ist das erste Mal in diesem Zyklus, dass mehr Bitcoin-Halter im Verlust- als im Profitbereich liegen. Allerdings waren wir Anfang Februar schon nah dran, wie aus der untenstehenden Grafik des Analysten James van Straten ersichtlich ist.

Bitcoin fiel damals auf ein Tief von 60.000 Dollar und stieg anschließend innerhalb von drei Monaten um fast 40 Prozent. In den letzten Wochen wurde dieser Erholungskurs jedoch im Eiltempo wieder zunichtegemacht.

In jedem Bärenmarkt kam es vor, dass mehr Bitcoins im Verlust standen als im Gewinn. Viele Analysten sehen dies sogar als Voraussetzung, damit ein neuer Bullenmarkt beginnen kann.

Die Überlegung dahinter: Wenn fast alle im Minus sind, haben die Panikverkäufer bereits den Markt verlassen. Die verbleibenden Anleger verkaufen nicht mehr so schnell, wodurch der Verkaufsdruck abnimmt. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Situation sofort bereinigt ist.

Im Jahr 2015 hielten sich Verluste und Gewinne fast ein Jahr lang die Balance, bevor sich der Markt erholte. Im Jahr 2019 dauerte das etwa ein halbes Jahr.

Der Corona-Crash vom März 2020 dauerte nur etwa einen Monat, während der Markt im Jahr 2022 etwa sechs Monate lang in der Krise steckte. Vorhersagen, wie lange Bitcoin im Abschwung bleiben wird, sind daher reine Spekulation.

BTC-Kurs wieder bei bedeutendem Durchschnitt

Und es gibt noch etwas: Der Bitcoin-Kurs ist auch zu seinem 200-Wochen-Durchschnitt zurückgekehrt, was in jedem früheren Bärenmarkt geschah.

2015 und 2018 fand Bitcoin genau auf dieser Linie einen Boden. 2022 fiel der Kurs sogar um mehrere Dutzend Prozent darunter, nach dem Debakel um das Terra-Ökosystem.

Vorläufig kann sich Bitcoin darüber halten, aber die Frage ist, wie lange das gelingt. Historisch gesehen bot diese Zone jedenfalls eine günstige Einstiegsmöglichkeit, unabhängig davon, ob der Kurs weiter fällt oder nicht.

Basierend auf der Vergangenheit könnten noch ein paar Monate bevorstehen. Jeder Bärenmarkt dauerte nämlich etwa ein Jahr, was das Tief erst um Oktober herum verorten könnte. Aber eine Garantie ist das sicher nicht.

Bitcoin bleibt äußerst unvorhersehbar. Wer vor ein paar Wochen gesagt hätte, dass wir auf 61.000 Dollar fallen würden, wäre für verrückt erklärt worden.

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