Andere Kryptowährungen waren XRP bereits zuvorgekommen, doch nun kommt endlich Bewegung in die Sache. Der Vermögensverwalter Canary Capital hat nach jüngsten Berichten einen Termin für den Start seines eigenen börsengehandelten XRP-Fonds in den Vereinigten Staaten festgelegt.
XRP-ETF von Canary könnte schon am 13. November starten
Canary Capital hat kürzlich seine S-1-Registrierung aktualisiert und dabei die sogenannte „delaying amendment“ entfernt, laut der Fox-Business-Journalistin Eleanor Terrett. Diese Änderung ist wichtig, denn sie bedeutet, dass der Börsenantrag nach einer gesetzlichen Wartefrist von zwanzig Tagen automatisch in Kraft tritt. Nur wenn die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) noch eingreift, kann sich das verzögern.
„Das öffnet die Tür für einen möglichen Start am 13. November, wenn die Nasdaq den 8-A-Antrag genehmigt“, so Terrett. Sie fügte hinzu, dass der Shutdown der US-Regierung den Zeitplan noch beeinflussen könnte. Derzeit liegen viele Behörden wegen politischer Uneinigkeit über den Haushalt still. Je nachdem, ob die SEC reagiert, kann sich der Start verzögern.
Wenn alle Meldungen stimmen, bekommen wir also noch in diesem Jahr einen XRP-ETF. Damit würden auch die Prognosen vieler Polymarket-Nutzer aufgehen. Seit Monaten schätzen die Nutzer dort die Chance auf einen Start noch in diesem Jahr auf 99 Prozent ein. Auch die ETF-Experten Eric Balchunas und James Seyffart gaben bereits Anfang dieses Jahres an, dass die Wahrscheinlichkeit für einen XRP-Fonds im Jahr 2025 ihrer Ansicht nach bei rund 95 Prozent liege.
Für XRP haben mehrere Vermögensverwalter Anträge eingereicht. Neben Canary Capital stehen auch Grayscale, 21Shares, Bitwise, WisdomTree, Franklin Templeton und CoinShares in der Warteschlange. Unklar ist jedoch, wie der Status dieser Anträge ist und ob sie auf dasselbe Problem stoßen wie Canary Capital.
Solana, Litecoin und Hedera bereits an der Börse
Die Ankündigung von Canary folgt auf eine Woche, in der andere Altcoin-ETFs bereits aufgelegt wurden. Die US-Börsen sahen die Einführung der Bitwise Solana Staking ETF (BSOL), Grayscale Solana Trust ETF (SOL), Canary Litecoin ETF (LTCC) und Canary HBAR ETF (HBR). Der Fonds von Bitwise schnitt mit Abstand am besten ab und holte in drei Tagen 152,5 Millionen Dollar ein, laut Farside Investors.
Diese Fonds konnten beschleunigt an den Start gehen, weil Emittenten wie Bitwise und Grayscale die „delaying amendment“-Klausel zuvor entfernt hatten. Dadurch konnten ihre Solana (SOL)-Fonds schneller auf den Markt kommen. Die automatische 20-Tage-Regel ermöglichte eine Genehmigung ohne ausdrückliche Zustimmung der Wertpapieraufsicht.
Dasselbe kann auch bei den XRP-ETFs passieren. ETF-Analyst James Seyffart nannte es „eine neue Strategie, die jetzt zu wirken beginnt“. Die Einführung der Fonds kann dank der neuen Regeln, die im vergangenen Monat eingeführt wurden, schnell erfolgen. So sind die langwierigen 19b-4-Anträge zum Beispiel nicht länger nötig.
Es stehen noch viele weitere Kryptowährungen in der Warteschlange für den Gang an die Wall Street, darunter Cardano (ADA), Dogecoin (DOGE) und Avalanche (AVAX).
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